Beim Aufgaben delegieren geht es darum, den richtigen Mitarbeiter für die richtige Aufgabe zu finden. Dabei zählt nicht nur die Kompetenz des Angestellten.

Der richtige Mitarbeiter für die richtige Aufgabe

Egal ob es darum geht, dass du etwas delegieren willst oder generell ein Team zusammenstellst: im Fokus sind immer die Menschen mit ihren Stärken und Schwächen. Das klingt banal und hast du natürlich schon gehört und gewusst. Klar. Jeder weiß, dass Menschen unterschiedlich ticken. Doch denkst du im Voraus daran, was man für die einzelnen Aufgaben können und wie man dazu sein sollte?

WIE soll dein Mitarbeiter arbeiten?

Worauf ich hinaus will ist, dass es Sin macht, sich zu überlegen, wie dein Mitarbeiter arbeiten sollte. Das „was“ ist auch zu klären und ob er die Kompetenz mitbringt. Das setze ich voraus. Soll jemand eine Exceltabelle erstellen, wäre es klasse, wenn er weiß, wie man mit Excel arbeitet. Doch ich meine zusätzlich das „wie“. Achtest du zusätzlich darauf, hast du den Mehrwert, dass dein Mitarbeiter motivierter ist und auch die Aufgabe eher erledigt wird.

Anweisungen folgen oder neue Lösungen suchen

Wie sollte dein Angestellter ticken für diese Aufgabe? Auf Anweisung und ohne alles zu hinterfragen? Einfach machen, was schnell erledigt werden muss und wo es auch schon fertige Abläufe gibt? Oder brauchst du doch eher jemanden, der gern mitdenkt und neue Lösungen sucht?

Routine oder Abwechslung

Brauchst du jemanden, der stundenlang die gleiche Tätigkeit machen und dabei sehr konzentriert sein kann? Dann sollte es auch jemand sein, dem das Spaß macht, damit er dabei nicht die Motivation verliert. Oder ist für diese Tätigkeit eher jemand nötig, der mit ständig wechselnden Aspekten umgehen können muss?

Allein oder mit anderen

Ist es eine Aufgabe, wo man eher den ganzen Tag allein ist oder doch umringt von vielen anderen? Es gibt Menschen, die lieber allein arbeiten und so konzentrierter sind. Ihr Umfeld empfinden sie eher als störend und als unwillkommene Ablenkung.

Andererseits gibt es Persönlichkeiten, die es bevorzugen, sich mit anderen austauschen und auch diskutieren zu können. Allein in einem Raum zu arbeiten frustriert und demotiviert sie.

Eigene Erfahrung

So habe ich mich beispielsweise blenden lassen von der Kompetenz einer Bewerberin, die ich einstellte, da sie so viele Bereiche abdeckte und das sehr  verlockend für mich war. Später hat sich herausgestellt, dass die Persönlichkeit mit ihren Vorlieben im Arbeitskontext nicht zu den für mich wichtigen Aufgaben passte.

Ich wünschte mir jemanden, der gewisse Sachen erledigte, die wichtig und dringend waren und einfach abgearbeitet werden sollten. Sie war jedoch immer darauf aus, alles zu verbessern und erstmal neue Strukturen zu erschaffen.

Das ist sehr löblich, war an dieser Stelle jedoch nicht von mir gewollt und führte zu unnötigen Verzögerungen, denn dafür benötigte sie einige Zeit. Die Kompetenz brachte sie zwar mit, doch es fiel ihr zu schwer, zu machen, was gewollt war ohne erstmal alles neu zu durchdenken.

 

Fazit

Kompetenz ist also nicht das einzige, was zählt. Der Erfolg einer Erledigung einer Aufgabe ist abhängig von der Kompetenz UND der Persönlichkeit des Angestellten.

Das sollte man sich im Vorfeld bewusst machen und die Aufgabe analysieren, um so den passenden Kandidaten zu finden. Das motiviert nicht nur den Mitarbeiter, sondern erleichtert dir als Führungskraft ebenfalls deinen Berufsalltag.

Alles Liebe und viel Erfolg beim Delegieren

Deine Susanne

 

Linkliste:

Wirksam delegieren: 5 Tipps wie Du erfolgreich Aufgaben abgibst Part I

Erfolgreich delegieren Part II

 

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