Intensiv-Seminar gewaltfreie Kommunikation im Business

 

Am 09Klar und wertschätzend kommunizieren im Business. und 10.05.2015  gab ich mein erstes eigenes GFK Wochenendseminar: Klar und
wertschätzend kommunizieren im Business. Darauf habe ich mich eine ganze Weile gefreut, viel vorbereitet und mir Gedanken gemacht, was ich da als Teilnehmer erwarten würde. Dazu habe ich mir das Feedback meiner letzten Kurse angeschaut, an mich und meine Teilnehmererfahrung gedacht und das alles kombiniert.

 

 

Was macht ein gutes Seminar aus?

Mir ist es wichtig, dass die Inhalte gut rüberkommen, praktisch anwendbar sind, verschiedene Methoden genutzt werden und die Teilnehmer sich rundum wohl fühlen.

Schön, dass ich Anfang des Jahres endlich die passenden Räume dazu gefunden habe: Meeet in der Konstanzer Straße. Der Stuck-Raum hat nicht nur mich begeistert, sondern auch meine Teilnehmer. Dieser Raum hat eine königliche Atmosphäre mit Stuck, Laminat, zwei Kronleuchtern, einem wunderschönen goldenen Spiegel und einem tollen Sessel, der zum Geschichten vorlesen einlädt. Das ist also geschafft, der Raum ist gebucht.

Was braucht man noch für ein gutes Seminar? Anschauliche Flipcharts, ein verständliches Skript und die entsprechenden Materialien. Da ich nicht das erste Mal Seminare gebe, bin ich bereits gut ausgestattet, nur das Skript musste ausgebaut werden. Meine Idee: die GFK den Teilnehmenden vermitteln und ihnen damit Hilfestellung für angespannte Situationen bieten. Zusätzlich gebe ich Einblick in die Verknüpfungen mit anderen Modellen wie beispielsweise von Schulz von Thun. Schließlich gibt es einige Überschneidungen und Aspekte, die helfen, zu verstehen, warum die GFK nicht immer auf Anhieb klappt.
Weiterhin finde ich es spannend, dass man die gewaltfreie Kommunikation zwar schon mit jedem anwenden kann, es aber Unterschiede im „wie“ gibt, je nachdem mit welcher Person ich spreche. Dazu habe ich bisher bei anderen GFK-Trainern noch keine Informationen gefunden. So scheint es mir erstrecht angebracht, mein Wissen und meine Erfahrungen zu teilen.

 

 

 

Klar und wertschätzend kommunizieren im Business

Samstag war es dann so weit, bepackt mit meinem Koffer, Flipchartköcher und einer Prise Aufregung, bereitete ich alles vor. Ich freute mich über die gute Laune meiner Teilnehmer, die alle pünktlich waren. Schnell einigen wir uns auf das „DU“, schließlich wollen wir auch über Gefühle und Bedürfnisse sprechen. Da passt das besser.

Also: erstmal vorstellen und erwünschte Ergebnisse abfragen und klären was ist eigentlich gewaltfreie Kommunikation. Positiv- und Negativbeispiele werden in Demos gezeigt und anschließend wird an eigenen Beispielen geübt, welche Besonderheiten die vier Schritte haben. Dabei zeigt sich, dass es ganz gut ist, erst einmal die Wut und die wertenden Gedanken rauszulassen. Nicht nur, weil alles andere ungesund wäre, sondern auch, weil diese Gedanken bereits Aufschluss darüber geben können, um welche Gefühle und Bedürfnisse es sich gerade handelt. „Das kann doch nicht sein, der merkt gar nicht, was ich alles gemacht habe! Der beachtet mich gar nicht!“ Geht es also um Beachtung, Gesehenwerden, Anerkennung? Oder „Die ist immer so unzuverlässig und kommt ständig zu spät, gibt Unterlagen verspätet ab!“ Könnte das unerfüllte Bedürfnis hier Pünktlichkeit oder Zuverlässigkeit sein?

Bei jedem der Schritte (Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte) gibt es Dinge zu beachten, damit ich eine Verbindung zum anderen herstellen kann. Schließlich geht es um „verstehen und verstanden werden durch Empathie“. Da ist es wenig hilfreich, wenn ich den anderen in die Defensive dränge mit Beschuldigungen und Androhungen von Konsequenzen. Spannend ist auch, dass ich auf eine trennende Aussage unterschiedlich reagieren kann (Vier-Ohren-Modell der GFK). Da es sich nur um ein Wochenendseminar handelt, werden nicht alle Themen bis in die Tiefe besprochen, doch ich gebe eine Übersicht mit den entsprechenden Sensibilisierungen auf mögliche Stolperstellen.

Ganz wichtig war es mir auch, klarzumachen, dass Wolf und Giraffe beide ihre Berechtigung haben. Der eine kann nicht ohne den anderen, beide sind Bestandteil unseres Seins. Es geht nicht um ständige Kontrolle der eigenen Emotionen, sondern darum, authentisch sein zu können und den Wolf auch mal rauslassen zu können. Im Anschluss kann die Giraffe, wenn gewollt, immer noch erklären, woran dieser Ausbruch lag. Vielleicht hilft Euch der Giraffenanhänger, in der einen oder anderen Situation an die Giraffe in Euch zu denken.

 

 

 

Mein Feedback

Ich freue mich über die Wertschätzung und Anerkennung, die ich von den Teilnehmerinnen und dem Teilnehmer bekommen habe und möchte mich hier nochmal herzlich bedanken. Für Eure gute Laune, die tollen aus dem Leben gegriffenen Beispiele und Eure offene und ehrliche Haltung.  Für mein erstes Wochenendseminar zu diesem Thema hätte ich mir nicht mehr wünschen können. In diesem Sinne lasst uns versuchen, die GFK so gut wie möglich zu leben und klar und wertschätzend zu kommunizieren.

2 Kommentare

  1. Veröffentlich von Susanne am 13. Mai 2015 um 10:38

    Als Seminar-Teilnehmerin kann ich das alles nur bestätigen und sagen, dass es sehr kurzweilige, spannende und wertvolle zwei Tage waren. Du hast das Seminar ganz großartig vorbereitet und es kam alles sehr authentisch rüber. Auch dass du immer auf uns und das, was gerade hoch kam bzw. angesprochen wurde, eingegangen bist, hat mir sehr gut gefallen. Bei einem passenden Seminar/Training komme ich gerne wieder 🙂

    • Veröffentlich von Susanne Lorenz Kommunikationstraining Berlin am 13. Mai 2015 um 10:47

      Danke, das freut mich sehr!

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