Kommunikationstraining Berlin Strukturmodell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich-Zustände?

 

In den letzten Artikeln bin ich auf das Vier-Seiten-Modell und das Vier-Ohren-Modell von Schulz von Thun eingegangen und auf die Besonderheiten der einzelnen Seiten. Heute möchte ich mehr zur Beziehungseite schreiben und dazu zusammenfassend auf die Ich-Zustände von Eric Berne verweisen. So bekommst Du durch dieses Kommunikationstraining weiteres Hintergrundwissen zur Kommunikation  und kannst Dein Verständnis für die  dahinterliegenden Prozesse erweitern. Seine Transaktionsanalyse (folgt im nächsten Blogartikel) bezieht Sender und Empfänger mit ein und macht Aktion und Reaktion in der Kommunikation deutlich sichtbar. Somit ist es ein weiteres gutes Instrument, um abzubilden, was sich auf der Beziehungsebene in der Kommunikation abspielt.

 

Die Transaktionsanalyse basiert auf dem Strukturmodell der Ich-Zustände. Berne unterscheidet  aufgrund seiner Arbeit und Erfahrungen als Psychiater beim Menschen drei Persönlichkeitsinstanzen, die sogenannten Ich-Zustände. Das Eltern-Ich, das Kindheits-Ich und das Erwachsenen-Ich.

 

Kommunikationstraining Berlin: die drei Ich-Zustände

Das Eltern-Ich, das entweder fürsorglich oder kritisch ist, beinhaltet die Mahnungen und Regeln, die wir von unseren Eltern im Laufe unserer Erziehung erhalten haben. Diese Aufzeichnungen aus der Vergangenheit werden abgerufen und im aktuellen Kontext gezeigt.

Stellen wir uns folgende Situation vor: Mann und Frau sprechen zueinander. Er erzählt, dass er einen Vertrag abgeschlossen hat, der sich nun als unvorteilhaft herausgestellt hat.
So könnte ihr kritisches Eltern-Ich sagen: „Wenn Du das Kleingedruckte gelesen hättest, wärst Du niemals auf diesen Schwindel hereingefallen!“ Das fürsorgliche Eltern-Ich hingegen könnte äußern: „Oh mein Gott, Du Armer, ich mache Dir einen Tee und einen Kuchen und dann sieht die Welt schon ganz anders aus.“ (übertrieben dargestellt).

Das Kindheits-Ich, das natürliche, angepasste oder rebellische Züge aufweist, ist angefüllt mit unseren Reaktionen aus der Kindheit auf das Verhalten und die Äußerungen unserer Eltern.
Dabei ist das natürliche Kindheits-Ich verspielt, spontan und ausgelassen. Das  angepasste Kindheits-Ich ist brav und unterwürfig in seinen Reaktionen. „Ich werde das nie wieder tun!“ wäre eine typische Reaktion. Der rebellische Part kann trotzig, patzig oder wehleidig reagieren.  So könnte es heißen „Du kannst ja eh alles besser, mache es doch nächstes Mal ohne mich!“

Das Erwachsenen-Ich sorgt für angemessene Reaktionen und filtert aus den anderen Ich-Zuständen die passendste heraus. Hierbei handelt es sich somit um aktuelles selbständiges Verhalten, das nicht beeinflusst ist aus Aufzeichnungen aus der Kindheit. Das Erwachsenen-Ich wirkt wie ein Computer,  schaut, was in der jeweiligen Situation adäquat ist und welches Verhalten eher unangemessen wäre. Dieses Ich wirkt sachlich und informierend, es stellt fest und analysiert. Die Reaktion aus diesem Ich-Zustand könnte lauten „Lass uns das mal ganz genau anschauen. Da können wir bestimmt noch was  machen.“

 

Alle drei Ich-Zustände mit ihren verschiedenen Formen sind in uns und wertvoll. Für eine wertschätzende Kommunikation ist es optimal, wenn wir ein ausgeprägtes Erwachsenen-Ich kombinieren mit dem (nicht zu) fürsorglichen Eltern-Ich und dem natürlichen Kindheits-Ich.  Mehr dazu und über die Transaktionsanalyse erfährst Du  im nächsten Blogartikel.

Literatur: Eric Berne: Spiele der Erwachsenen

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