Kommunikationstraining Berlin lächeln

Positive Erlebnisse in der Berliner U-Bahn

Letztens saß ich in der U-Bahn und war froh, dass ich mit meinem Moderationskoffer, dem Flipchartköcher und  meiner Tasche überhaupt einen Platz zum Sitzen gefunden hatte. Die anderen Fahrgäste dicht an dicht, so nah, dass ich die Gespräche mithören konnte. Einige waren zum Schmunzeln, andere interessant, manch einer beschwerte sich über die BVG.
BVG-Berliner Verkehrsbetriebe.

 

Ja, ich verstehe, dass man sich über unsere Verkehrsbetriebe beschwert. Denn leider funktioniert nicht immer alles so, wie man es sich wünscht. Busse, die eh nur alle 20 Minuten fahren, kommen zu spät, zu früh, so dass man sie verpasst oder auch gar nicht. Sie sind überfüllt, die Fahrgäste rempeln sich gegenseitig an. Ähnlich ist es mit der S-Bahn. Wie oft hört man morgens, dass eine oder mehrere der Strecken nicht oder nur teilweise befahren werden? Da lob ich mir die U-Bahn. Die ist fast immer pünktlich, ich kann mich auf sie verlassen und muss mich nicht ständig über irgendwas ärgern.

Warum ärgert man sich überhaupt? Welches Bedürfnis wird da in dem Moment nicht erfüllt? Ist es das Bedürfnis nach Verlässlichkeit, Pünktlichkeit? Schließlich haben wir ja alle Termine. Doch manchmal passieren eben auch Dinge, die die BVG nicht vorhersehen kann. Und muss ich mich über Dinge ärgern, die ich eh nicht ändern kann? Ja, es ist blöd, auf Bus oder S-Bahn zu warten, doch vielleicht kann man den Moment auch für etwas anderes nutzen? Den eigenen Gedanken nachhängen, mal gar nichts denken? Schließlich sind viele von uns oft gehetzt, rennen von Termin zu Termin (und von Bahn zu Bahn) und nehmen sich nicht die Zeit,  in sich zu gehen und zu schauen, was sie jetzt eigentlich brauchen. Vielleicht kann das Warten also einfach zum Entschleunigen genutzt werden…

Während ich den Gesprächen lausche und meinen eigenen Gedanken nachgehe, wandert mein Blick über meine Umgebung.
Ich muss lächeln und mein Handy zücken, denn direkt neben mir hat ein kreativer Mensch seine Spuren hinterlassen. So schauen mich Plastikaugen mit Wimpern an und ich denke mir wieder, wie cool doch Berlin und die BVG sind.

1 Kommentar

  1. Veröffentlich von Pünktlichkeit - wirksam-kommunizieren.de am 12. Dezember 2016 um 14:51

    […] zu fühlen, damit ich mich nicht gehetzt fühle, damit ich einen Puffer habe, falls mal was mit der BVG ist. Schließlich weiß man ja nie, was passiert auf dem Weg zum Ziel. Egal, ob ich zu Seminaren […]

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