Kommunikationstraining Bedürfnis Pünktlichkeit

Das Bedürfnis Pünktlichkeit

Pünktlichkeit. Für viele ist sie wirklich wichtig. Auch für mich. Ich bin eher zu früh als pünktlich oder gar zu spät. Das brauche ich, um mich wohl zu fühlen, damit ich mich nicht gehetzt fühle, damit ich einen Puffer habe, falls mal was mit der BVG ist. Schließlich weiß man ja nie, was passiert auf dem Weg zum Ziel. Egal, ob ich zu Seminaren oder auch zu Freunden fahre, etwas früher loszugehen, gehört einfach für mich dazu.

Wie ist es bei Dir, ist Dir Pünktlichkeit auch wichtig? Wie ist es für Dich, wenn jemand zu spät kommt? Also später, als man es verabredet hat? Wie gehst Du damit um? Ja, ich gebe zu, manchmal bin ich dann sauer. Aber warum? Geht es mir hier nur um Pünktlichkeit und Verlässlichkeit? Geht es mir darum, dass ich meine Zeit auch anders nutzen könnte? Ja, das auch. Interessant ist, nicht nur zu schauen, was bei Dir passiert, sondern sich zu überlegen, warum der andere noch nicht da ist.

Ist der andere, der zu einer späteren Zeit auftaucht, automatisch ein „schlechterer“ Mensch, dem Pünktlichkeit unwichtig ist und dem es egal ist, andere warten zu lassen? Nein! Bitte denk daran, dass auch der Zuspätkommende gute Gründe haben kann und es sicherlich nicht macht, weil er Dich ärgern möchte. Die meisten Menschen haben eher gute Absichten und entscheiden sich nicht bewusst dafür, zu spät zu kommen.

 

Wahrscheinlich ist es der anderen Person auch unangenehm, denn die meisten wissen ja, dass Pünktlichkeit nicht ihre Stärke ist. Einige haben einfach viel zu tun und wollen trotzdem niemanden vernachlässigen. So jagen sie von Termin zu Termin und sagen eher „ja“ als „nein“ zu einer Verabredung, damit sie niemanden vor den Kopf stoßen.

 

„Nein“ sagen fällt schließlich nicht jedem leicht.  So kann es dann auch passieren, dass sie mal (oder auch immer) zu spät kommen. Vielleicht leidet er/sie ja auch darunter und würde sich freuen, wenn Du Verständnis oder auch Ideen zum Zeitmanagement hättest. Du weißt es erst, wenn Du fragst…

Probiere also mal aus, wie es sich anfühlt, die Zeit dafür zu nutzen, zu überlegen, warum der Freund/die Freundin noch nicht da ist (oder nehme Dir einfach was Gutes zum Lesen mit). Für die Stimmung des Treffens ist es besser, dem anderen die Gelegenheit zu geben, zu erklären woran es liegt oder auch darüber hinwegzusehen, wenn Du das kannst. Ein klärendes Gespräch kann aber auch Wunder wirken, gut geeignet ist dafür die Technik der Gewaltfreien Kommunikation.

 

 

Mehr dazu im nächsten Blogartikel…

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