Kommunikationstraining Berlin BNI

BNI: Wer gibt, gewinnt

 

Nun bin ich schon seit dreieinhalb Jahren selbständig. In der Zeit habe ich einige Business Clubs ausprobiert, war auf diversen Veranstaltungen. Egal, ob nun morgens, mittags oder auch abends. Egal, ob nun bei kleinen oder großen Events. Egal, ob nun im Restaurant, in Cafés oder wo auch immer.

Meistens habe ich nette Menschen kennen gelernt, fleißig Visitenkarten ausgetauscht und der eine oder andere Kontakt kam auch zustande. Doch immer wieder hatte ich das Gefühl, dass alle nur bei den Veranstaltungen sind, um etwas zu verkaufen und sich bestmöglich zu vermarkten. Das fand ich mehr als nervig. Vor allem, wenn sich immer etliche Makler tummeln und manch einer den anderen schlecht machen will. Davon halte ich nicht viel. Als Trainer und Coach habe ich eh immer viele Menschen um mich und oft wenig Zeit. Da will ich die Zeit auch sinnvoll nutzen und nicht zuhören, wie sich andere selbst beweihräuchern.
Also ließ ich es auch zwischendurch einfach sein mit dem Netzwerken.

 

 

BNI: Netzwerken mit Herz und Verstand

Immer wieder hörte ich vom BNI, Business Network International. Die sollen sich recht früh treffen (7.00 Uhr), streng (immer anwesend sein oder eine Vertretung organisieren), sehr männerlastig und strukturiert (Agenda für das jeweilige Frühstückstreffen) sein. Aber eben auch sehr erfolgreich durch ihre Regeln und Statistiken. So sagte man mir. Ich schnappte immer mehr darüber auf, Gutes wie Negatives und dachte mir, ich mache mir mal lieber selbst ein Bild davon. Schließlich muss ich selbst Erfahrungen sammeln, um beurteilen zu können, ob etwas zu mir passt oder nicht.

 

 

Von Ameisen, Luchsen und Bären beim BNI

Zunächst war ich erst bei einem Chapter des BNI, dem größten in Berlin, dem Chapter Bär. Herzlich wurde ich in Empfang genommen und mir wurde gleich das Wichtigste gezeigt und erklärt. Nach der Vorstellungsrunde durch Kurzpräsentationen (50 Sekunden) kamen auch tatsächlich Unternehmer auf mich zu, die mehr wissen wollten über mich und meine Arbeit. So kamen recht schnell die ersten Kontakte zustande.
Das war auch bei den anderen Chaptern (Ameisen, Luchsen) so, doch bei den Bären fühlte ich mich am wohlsten. Auch zog mich die Größe des Chapters (über 40 Mitglieder) und die damit verbundene Vielfalt an Professionen an.

Doch ich bin keine Frühaufsteherin. Morgens um 5h aufstehen zu müssen, ist für mich eine Qual. Und auch jeden Donnerstag auftauchen zu müssen oder sonst einen Vertreter oder eine Vertreterin zu schicken, erschien mir zu aufwändig. Außerdem hatte ich einige längere Aufträge in Aussicht, die mich donnerstags verhindern würden.

Aber es ließ mich nicht los. Immer mehr Kontakte sammelte ich aus dem BNI, sogar über Xing und Facebook verlinkten sich Leute mit mir, da sie Interesse hatten an mir und meinen Themen.

Also ging ich erneut zu den Bären, stand früh auf, genoss die angenehme herzliche Atmosphäre und das echte gegenseitige Interesse. Sogar die ersten Buchungen für meine offenen Seminare kamen, obwohl ich noch nicht Mitglied war.

 

 

Ich bin ein Bärliner

Also schenkte ich mir die Mitgliedschaft zu Weihnachten und bin nun seit Dezember letzten Jahres Mitglied beim BNI, Chapter Bär. Frisch dabei, stolz darauf, eine Bärin zu sein.

Nun gehe ich Donnerstags zu den Bären, die sich im Mövenpick Hotel treffen am Anhalter Bahnhof. Neulich war es sogar so, dass ich morgens, um 6.00 Uhr auf dem Weg zum Businessfrühstück war. Im Dunklen erschreckte ich mich, als ich über eine Wiese lief und etwas über den Weg huschte. Eine Ratte? Nein- ein süßer kleiner Hase! Und noch einer und noch einer. Lächelnd ging ich weiter und freute mich, dass der Tag so gut startete. So wurde das frühe Aufstehen schon auf dem Weg dorthin belohnt, da ich selbst bei kalten Temperaturen und Schnee süße Hasen sehe.

Das ist nicht das einzige, das mich belohnt. Nein, die wertschätzende Art jedes einzelnen, die freundschaftlichen Umarmungen zur Begrüßung und die lockere Atmosphäre, machen das Netzwerken entspannt. Trotz der Struktur, den Regeln und den Statistiken ist der Fokus eben doch auf den Menschen mit ihren Stärken und Schwächen. In den Kurzpräsentationen werden Gefühle gezeigt und klar gemacht, dass es eben nicht nur um Zahlen, Daten und Fakten geht. Sondern um Menschen, die Befindlichkeiten haben und Leidenschaft mitbringen für ihre Arbeit. Das ist auch ein besonderes Merkmal der Mitglieder. Ich freue mich, dass es in meinem Chapter so viele Menschen gibt, die lieben, was sie tun und damit auch noch Geld verdienen.

Und so tausche ich mich nun als Trainerin für gewaltfreie Kommunikation und Visualisierung aus mit den vielen Mitgliedern in meinem Chapter. Vorteilhaft ist, dass es von jedem Experten nur einen gibt pro Chapter. Und die Vielfalt ist groß! Sei es nun der Gärtner, der sich liebevoll um Gärten kümmert, der Versicherungsmakler, der mit Herz und Verstand berät oder auch die kreative Fotografin, die jeden im besten Licht erscheinen lässt.

Hier fühlt sich mein Bedürfnis nach Wertschätzung gut aufgehoben und ich kann nur sagen, früh aufstehen lohnt sich.