Kommunikationstraining Berlin

 

 

 

 

 

Freitag, 17.10.2014. Heute bin ich in diesem Semester das erste Mal an der Evangelischen Hochschule im Studiengang Bachelor of Nursing.
Der Tag startet um 5.30 Uhr, mit der BVG hat alles geklappt und ich bin früh da.
Alle Räume und Gänge sind noch leer, ich habe einen guten Raum, ausgestattet mit allem, was ich brauche. Genügend Zeit habe ich auch, um die Kopien für den späteren Kurs abzuholen und mich einzurichten.

 

Die Studierenden kommen nach und nach und um 8.15 fangen wir dann an. Siebentes Semester, 12 anwesende Studierende.  Ich stelle mich kurz vor, Susanne Lorenz, Kommunikationstrainerin und Zielfindungscoach. Durch meine Trainingsschwerpunkte erfolgreiche Gesprächsführung und Präsentation passt das also sehr gut, auch hier diese Themen zu unterrichten.

 

Heute geht es um das Thema Argumentation, verknüpft mit aktivem Zuhören und möglichen auftauchenden Störungen. In der wertschätzenden, partnerschaftlichen Argumentation geht es darum, dem anderen wirklich zuzuhören und hinzuhören, was er möchte und was dahinter steckt. Mein eigenes Argument knüpfe ich mit einem „und“, statt einem „aber“ an. Bei den Übungen fällt auf, dass es gar nicht so leicht ist, bei der Argumentation auf das „aber“ zu verzichten.

 

Schön ist auch zu sehen, wie vielfältig die selbst ausgesuchten Themen der Studenten sind, von „Gehe ich zur Arbeit, auch wenn ich krank bin?“ über  das Für und Wider zum Thema aktive Sterbehilfe. Ein für die Studierenden sehr nahes Thema ist das Pro und Kontra zum Studententicket. Für mich war es sehr angenehm, die Zeit ist schnell vergangen, die Mitarbeit war sehr aktiv und ich freue mich auf das nächste Mal mit dieser Gruppe.

 

Im Anschluss packe ich meine Sachen, da kommt eine Studentin aus dem ersten Semester, bei der ich den nächsten Kurs halte. Ob wir die Pause nicht verkürzen könnten? Klar, also schnell alles eingeräumt, in den anderen Gebäudekomplex gezogen, Flipchartständer und Whiteboard organisiert und weiter geht es.

 

Lern- und Kreativitätstechniken nach Vera F. Birkenbihl sollen es den Erstsemestlern leichter machen, mit der Stoffmenge im Studium zurecht zu kommen. Ich selbst bin von den Büchern Birkenbihls sehr begeistert und hatte viel Spaß beim Erstellen meiner Flipcharts. Mir fiel es eher schwer, eine Auswahl der tollen Techniken zu treffen, damit ich die Gruppe nicht mit zu vielen Methoden bombardiere.

 

Der Raum ist relativ klein, die Aussicht umso schöner, denn man kann direkt auf die Bäume hinter uns schauen. Sehr schön. Allerdings kommt es so auch dazu, dass wir zwischendurch von Wespen abgelenkt werden und auch von den Geräuschen sich streitender Vögel. Aber das macht das Ganze umso abwechslungsreicher.

Diese Gruppe ist recht groß, im Modul 1 gibt es 36 Studierende, die voller Wissensdurst und Energie auf das warten, was da jetzt kommen soll.
Den Theorieanteil halte ich kurz, damit wir genug Zeit für den praktischen Teil haben. Ganz im Sinne des gehirn-gerechten Lernens arbeite ich viel mit Visualisierungen und lasse die Studenten die einzelnen Methoden selbst ausprobieren, allein und in Kleingruppen.

 

Wissen in Kategorien einzusortieren und anschließend in Torten zu visualisieren klappt auch hier sehr gut. Die Vorgabe war, zu 10 Wörtern drei Kategorien zu erschaffen und sich diese zu notieren. Anschließend wird der Zettel umgedreht und alles aus dem Gedächtnis aufgeschrieben.  Auch ohne Auftrag, sich die Begriffe zu merken, erinnern sich die Studenten zu 80 bis 100 % an die vorgegebenen 10 Wörter. Das überrascht und überzeugt die Gruppe.

 

Weiterhin entstehen kreative Eselsbrücken zu komplizierten Namen und es folgt ein reger Austausch zu den Ergebnissen. Viel gelacht wird zwischendurch auch, was ich immer besonders wichtig finde. Lernen soll auch Spaß machen und muss nicht nur theoretisch und staubtrocken sein.

 

Das Angebot einer wohl erzogenen Studentin, mir zum Schluss noch beim Wegräumen der Medien zu helfen und nettes Feedback runden den gelungenen Tag ab. Zufrieden packe ich meine Materialien und mache mich auf ins Wochenende.

1 Kommentar

  1. Veröffentlich von Coaching Berlin: Hilfestellung durch Byron Katies The Work am 16. Dezember 2016 um 16:57

    […] der Pflege sind, seien es nun Führungskräfte aus der Pflege oder auch Pflegeberater. Auch an der Evangelischen Hochschule in Berlin bin ich im Studiengang Bachelor of Nursing und helfe den Erstsemestlern bei den Themen […]

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