Kommunikationstraining Berlin Bewerbungsgespräch

Bewerbungssgespräch – wie sollte es sein?

Ist es wirklich abhängig von der Größe des Unternehmens, in welchem Stil ein Bewerbungsgespräch geführt wird? Gibt es da nicht Standards, was den Ablauf und auch den Inhalt angeht? Das sollte man vielleicht meinen. Aber es ist tatsächlich nicht immer so.

Das weiß ich nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern das höre ich auch immer wieder in meinen Coachinggesprächen. Da wird mir dann mitgeteilt, dass im Vorstellungsgespräch nicht erwähnt wird, was man eigentlich für einen Jobtitel haben wird, oder auch, welche Aufgaben man zu erledigen hat.  Kann das wirklich sein?

Oder folgende wahre Gegebenheit: Bei einem Interview. Ich wurde kurz allein gelassen, die Unterlagen der Mitbewerber liegen auf dem Tisch, so, dass ich mir die Namen anschauen kann… oh weh.

Natürlich ist es eine Frage des Budgets, wie viel Geld man in seine Mitarbeiter und ihre Schulungen investiert. Doch gerade der Recruitingprozess ist elementar. Wenn nicht einmal die Personaler das Handwerk in die Hand bekommen, um die richtigen Kandidaten ausfindig zu machen, ist Chaos und Verunsicherung auf beiden Seiten angesagt.

Wie läuft so ein Gespräch ab, was kann man noch fragen, außer, welche Stärken und Schwächen der Bewerber hat? Welche Fragen sollten auf jeden Fall gestellt werden? Welche Informationen braucht der Kandidat und welche davon bin ich bereit, auch herauszugeben, wenn ich weiß, dass ich diese Person nicht einstellen werde? Über diese Inhalte sollten meine Personalverantwortlichen, die das Gespräch führen, Bescheid wissen…

Schließlich muss ich mir bewusst sein, was es für Konsequenzen hat, wenn ich den Falschen einstelle. Natürlich gibt es keine Garantie, aber je mehr ich mich mit dem Bewerber auseinandersetze und mich vorbereite, desto geringer ist das Risiko einer Fehlentscheidung. Allein die Einarbeitung von neuen Mitarbeitern ist zeitaufwendig für die Personalabteilung und die Kollegen, die gegebenenfalls als Pate fungieren.

Seien Sie sich somit der Ernsthaftigkeit des Auswahlprozesses bewusst. Analysieren Sie bereits im Vorfeld, welche Kompetenzen und Eigenschaften der Kandidat mitbringen muss. Führen Sie lieber einige Gespräche zu viel, warten Sie, auch wenn Sie Zeitdruck haben, lieber und suchen neue Beschaffungswege. Denken Sie auch an den Möglichkeit, die Bewerber im Assessment Center länger zu testen oder auch Probetage zu vereinbaren.

Dadurch wird der gewonnene Eindruck schneller überprüfbar und das Risiko einer Fehlentscheidung für alle Beteiligten ist wesentlich geringer.  Wie viele Mitarbeiter werden eingestellt, obwohl sie eigentlich nicht passen und bleiben dementsprechend nicht lang im Unternehmen? Und ruinieren somit die Fluktuationsrate und treiben die Kosten in die Höhe…

1 Kommentar

  1. Veröffentlich von Wertschätzung- für andere und für Dich! - wirksam-kommunizieren.de am 19. Dezember 2016 um 9:40

    […] Ich sage nicht, ignoriere alles, was Du nicht kannst. Schließlich wird diese Frage fast immer in Bewerbungsgesprächen gestellt. Dafür ist es gut, wenn Du Stärken und Schwächen parat hast und nicht lang überlegen […]

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