Zeichnen? Denkst du dabei, „Ich kann das nicht, also lasse ich es lieber. Es reicht doch,  wenn ich mich vorn hinstelle und erzähle, um was es geht.“ Denkst du das, wenn du beispielsweise präsentieren sollst? Oder führt das sogar dazu, dass du dich komplett davor drückst und eher diese Aufgabe abgibst, wenn es geht?

Dann sage ich dir, zeichnen kann jeder. Es geht dabei ja nicht darum, dass es perfekt sein muss. 

Visualisierung mit Schrift und Bild

Die meisten Menschen sind visuell geprägt und deswegen macht es Sinn, beim Präsentieren auch zu visualisieren, also mit Schrift und Bildern zu arbeiten. Klar, da kannst du mit PowerPoint arbeiten und dir Bilder aus dem Internet nehmen, so musst du das selbst nicht machen.

Selbst Bilder entstehen lassen

Wäre es nicht schöner, wenn du auch selbst spontan etwas anfertigen könntest? So wärst du unabhängig von Technik und Co. Schließlich benötigst du sonst noch mehr Vorbereitung. Du musst den PC und den Beamer checken, die Lichtverhältnisse müssen stimmen, du brauchst die entsprechende Wand etc.

Verstehe mich nicht falsch, PowerPoint finde ich auch toll. Doch nur, wenn das auch gezielt und gut dosiert eingesetzt wird. Viele tendieren dazu, sich hinter der Präsentation zu verstecken. Da schauen doch die Leute nicht auf dich, sondern auf die Wand. Doch so soll es nicht sein. Du solltest mit deinem Gesagten, mit deiner Botschaft im Fokus sein. Die Visualisierung soll dich dabei lediglich unterstützen und deinen Text verständlicher machen. Sie soll nicht ablenken.

 

Selbst Bilder entstehen lassen – wer braucht das?

Wenn du selbst in der Lage bist, einfache Zeichnungen schnell anzufertigen, kannst du diese Fähigkeit auch in Gesprächen anwenden. Nun könntest du sagen, „Naja, ich bin kein Trainer oder Coach wie du, ich brauch das nicht.“ Ja, für diese Menschen ist es erstrecht wichtig, mit Visualisierungen zu arbeiten.  Doch egal, ob es nun um Teammeetings oder  Bewerbungs- oder Mitarbeitergespräche geht, ob du Verkäufer oder Berater bist. In all diesen Situationen könntest du schneller sicherstellen, dass dein Gegenüber dich versteht.  Du redest dir nicht mehr den Mund fuselig. Das ist besonders sinnvoll, wenn es um komplexere oder abstraktere Dinge geht.

 

Zeichnen von konkreten Sachen

Wie geht es nun, das schnelle Zeichnen? Als erstes musst du natürlich wissen, was du zeichnen willst. Das ist bei konkreten Dingen, also Gegenständen, Menschen oder Tieren leichter. Da hast du zumindest eine Idee im Kopf. Nun geht es nicht darum, dass du jedes Detail zeichnest. Was sind die Umrisse, die du brauchst, damit erkennbar ist, was es darstellt?
Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Was brauchst du, damit erkennbar ist, das es ein Elefant ist? Reicht es vielleicht, nur den Kopf zu zeichnen? Das geht schließlich schneller und durch den Rüssel wird es ja eindeutig. Beim Baum musst du auch nicht jeden Ast zeichnen, eine Baumkrone und der Stamm reichen völlig aus. Genauso wie bei einem Haus: unten ein Viereck, oben drauf ein Dreieck und jeder weiß, was es sein soll. Fenster etc. kannst du malen, musst du aber nicht.

 

Zeichnen von abstrakten Sachen

Wie ist es mit Abstrakta? Vielleicht sitzt du in einem Gespräch und möchtest dem potentiellen neuen Mitarbeiter von eurer Firmenphilosophie erzählen. Du könntest zum Stift greifen, die Werte aufschreiben. Das wäre schon mal besser als sie nur zu erwähnen.

Du könntest dir zusätzlich überlegen, wie diese Abstrakta visualisiert werden könnten. Wie zeichnet man Entwicklung, work-life-balance oder auch Nachhaltigkeit? Nun ist es so, dass jeder von uns eine automatische Assoziation hat zu den Begriffen. Das passiert, weil wir in Bildern denken. Du gehst also deine Assoziationen durch und schaust, was kannst du davon am leichtesten malen? Gibt es Symbole, die du nutzen kannst?

Das ist oft leichter als man denkt. Bei Ideen denken die meisten an eine Glühbirne, bei Liebe an ein Herz, bei der Kirche an ein Kreuz. Konflikte werden oft durch einen Blitz symbolisiert und Überraschung durch ein Geschenk.

 

Gefühle zeichnen

Geht es um das Zeichnen von Gefühlen oder Zuständen, kannst du dich an der Körpersprache orientieren. Also, was macht das Gesicht, der Kopf, die Hände etc.? Für Trauer reicht beispielsweise ein Gesicht mit einer Träne.

Denk auch an dein Smartphone. Wenn du jemandem eine Nachricht schickst und dir nicht sicher sein kannst, wie der andere diese aufnimmt, ergänzt du die Worte wahrscheinlich über ein Smiley oder ein anderes Emoticon. Hier kannst du dir Anregungen holen durch die vielen Vorlagen, auch was Tiere und Co angeht.

 

Fazit

Zeichnen kann leicht sein, wenn du nicht perfekt sein willst und du dich auf das Wesentliche beschränkst. 

Alles Liebe 

Deine Susanne

P.S.: Wenn du gern mehr Tipps magst oder üben willst, dann komm gern in eins meiner Visualisierungsseminare. Ich freue mich auf dich!

 

Linkliste: 

Tipps für den Umgang mit dem Flipchart

Warum  ist Visualisierung wichtig?

Visualisierung am Flipchart 

 

 

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