Susanne Lorenz lächelnd

Kontaktiere mich für
ein kostenloses Erstgespräch!

Aktives Zuhören? Was ist das eigentlich? Hast du es schon einmal erlebt, wie gut es sich anfühlt, wenn du dich mit jemandem unterhältst, der aufmerksam zuhört? Der dich und deinen emotionalen Zustand scheinbar versteht?

Notizblock mit Hear what people are really saying

Mehr Verbundenheit durch aktives Zuhören

Neulich ging es mir so, da habe ich mich über etwas geärgert und traf auf einen Menschen, der mir nicht gleich Ratschläge geben wollte und mir erzählte, was er so alles erlebt hat. Dieser Freund hörte mir zu, fragte nach, wie es mir jetzt geht und… hörte zu. Ließ mir Zeit, um mich zu sammeln und zu mir zu kommen und zu erkennen, um was es mir gerade eigentlich ging. Das fühlte sich toll an!

Du möchtest dieses Gefühl auch gern deinem Mitarbeiter vermitteln, damit er weiß, dass er dir wichtig ist? Du möchtest mehr über den anderen erfahren, ihn und seine Beweggründe richtig kennen lernen und verstehen? Dann gibt es hier dazu einige Tipps. Ein wenig Arbeit gehört natürlich auch dazu!

 

Was heißt aktiv zuhören?

Damit wir uns im Gespräch in den anderen einfühlen können, ist es wichtig, dass wir aktiv zuhören. Dabei verknüpfst du eine wertschätzende Haltung mit einer gewissen Sensibilität für das Gesagte und die dahintersteckenden Emotionen. Zusätzlich achtest du auch auf die nonverbale Ebene.

Als Zuhörer wiederholst du die inhaltliche Botschaft und die emotionale Ebene. Damit kannst du sicherstellen, dass du dein Gegenüber richtig verstanden hast. Der Sprecher hat dadurch den Vorteil, dass du ihm auch dabei hilfst, sich und seine aktuelle Gefühlslage selbst besser zu verstehen.

Grundvoraussetzung aktiv zuhören

Aktiv zuhören ist eine Grundvoraussetzung für einen verständnisvollen Dialog. Diese Mühe des achtsamen Zuhörens machst du dir nicht immer. Besonders wichtig ist es, wenn es dir darum geht, beides wissen zu wollen: was der andere inhaltlich gesagt hat und auch, was ihn gerade bewegt.  Nicht, weil du ihn so besser manipulieren kannst, sondern, damit du in einen besseren Kontakt kommst.

So fühlt sich der andere durch das aktive Zuhören eher verstanden und so entsteht ein Kreislauf aus Wertschätzung, Sensibilität und Aufmerksamkeit. Also ganz im Sinne der gewaltfreien Kommunikation (mehr dazu in der Linkliste).

Wertschätzung zeigen durch aktives Zuhören

Deine Wertschätzung zeigst du zum Beispiel über den Blickkontakt, eine offene und zugewandte Körperhaltung und die teilweise Wiederholung des Gesagten.

 

  • Blickkontakt
  • offene und zugewandte Körperhaltung
  • Wiederholung des Gesagten

 

Gemeint ist damit nicht, dass du alles Wort für Wort wiederholst, sondern, dass du das wiederholst, was du inhaltlich und emotional verstanden hast. So soll sichergestellt werden, dass du wirklich weißt, um was es gerade geht und wie sich dein Gegenüber dabei fühlt.

Es bedeutet somit, dass du ebenfalls etwas sagen darfst, der Fokus jedoch auf dem Gesprächspartner ist. Lass ihn aussprechen und zeig ihm als Zuhörer Empathie.

 

Mit Sensibilität ins Gespräch

Die Sensibilität bezieht sich darauf, dass du auf die Mimik und Gestik des anderen achtest. Dadurch merkst du eher, wenn sich an der Situation bzw. der Stimmung etwas ändert.

Spiegelst du sprachlich und körpersprachlich deinen Gesprächspartner (seine Begriffe verwenden, Körpersprache übernehmen), baust du zusätzlich Sympathie auf. Du kannst dich besser in ihn hineinversetzen und er fühlt sich besser verstanden.

Die Sensibilität beim aktiven Zuhören bezieht sich aber auch auf dich selbst. Merkst du beispielsweise, dass du selbst nicht mehr zuhören kannst oder dich emotional schützen musst, solltest du ehrlich sein und das Gespräch verschieben.

  • Mimik
  • Gestik
  • den anderen spiegeln
  • dein eigener Zustand

Aufmerksamkeit zeigen

Die Aufmerksamkeit ist ein wichtiger Faktor für das aktive Zuhören. Ziel dabei ist es, eine Vertrauensebene aufzubauen und Missverständnisse zu vermeiden.

Frag bei Unklarheiten nach, um sicherzugehen, dass du alles richtig verstanden hast und fasse das Gehörte zusammen.
Achte dabei darauf, keine eigenen Wertungen mit einzubringen und eher offene Fragen zu nutzen.  Lass den anderen jedoch erst aussprechen, oft klärt sich vieles von allein.

Zuhörsignale („hm“, „ja“, „sicher“) sind ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Komponente, denn auf die wartet jeder Sprecher. Durch sie wird ebenfalls Aufmerksamkeit angezeigt (besonders bedeutend bei Telefonaten).

 

  • bei Unklarheiten nachfragen
  • Gehörtes zusammenfassen
  • Zuhörsignale

 

Aktiv zuhören am Arbeitsplatz

Besonders gut geeignet ist diese Technik für Konflikt- und Beratungsgespräche und auch Mitarbeitergespräche. Durch diese Art der wertschätzenden Kommunikation entsteht ein Wohlgefühl, eine Verbindung durch ein Verstanden werden, das sich jeder Mensch wünscht.

Wir alle haben unsere Gefühle und Bedürfnisse und möchten sie mit einem anderen teilen. Oft gelingt dies in Freundschaften und Partnerschaften, also in einem privaten Umfeld. Doch wie viel Zeit verbringen wir mit unseren Kollegen und Mitarbeitern? Bei den meisten Menschen sind dies doch acht Stunden am Tag oder mehr.

Sollte es nicht unser Ziel sein, auch mit diesen Menschen eine angenehme und wertschätzende Kommunikation zu pflegen? Unabhängig von Thema und Hierarchie? Verwende das aktive Zuhören mit einer authentischen Haltung zu dir und dem Gegenüber und beschränke es nicht nur auf den privaten Kontext. An erster Stelle sind wir doch Mensch und nicht Führungskraft oder Mitarbeiter, oder?

 

Fazit

Aktiv zuhören geht über normales Zuhören hinaus. Die Sachebene ist hier nur ein Element, während die Emotionen des anderen eher im Fokus stehen. Durch deine Körpersprache, Fragen und Zusammenfassungen kannst du dem anderen das Gefühl geben, dass er dir wichtig ist. So zeigst du, dass du deine Mitarbeiter wertschätzt und dir Zeit für sie nimmst.

Alles Liebe

Deine Susanne

 

Linkliste

Zufriedenheit am Arbeitsplatz steigern

Umgang mit Stress

Seminare in gewaltfreier Kommunikation

Gewaltfreie Kommunikation am Arbeitsplatz

 

Hier kannst du dir den Blogartikel auch anhören

Aktiv zuhören