Gehörst du auch zu den Managern, die regelmäßig gestresst sind? Willst du das gern ändern, weißt aber nicht genau wie?

Wie du dich selbst weniger stresst

Entspannungsübungen

Wie ist dein Umgang mit Stress? Um den eigenen Stresshaushalt zu verändern, kannst du einiges tun. Es gibt klassische Übungen wie aus dem Yoga, progressive Muskelentspannung oder auch Traumreisen. All diese Methoden helfen dabei, deinen Stresslevel zu senken, damit du generell entspannter bist, wenn du sie regelmäßig anwendest. Auch die Ankertechnik hilft dir dabei (siehe Linkliste).

 

Was sind deine Auslöser?

Spannend ist beim Umgang mit Stress aber auch, sich mal anzuschauen, was den Stress bei dir auslöst. Was führt dazu, dass du in bestimmten Situationen immer wieder genervt oder gestresst bist? Was macht dich ungeduldig?

Nehmen wir mal ein Beispiel:

Du machst die meisten Aufgaben selbst, delegieren tust du selten. Das führt dazu, dass du immer busy bist und oft Überstunden machst. Das hat auch seine Vorteile, so bekommst du auch von deinem Umfeld Aufmerksamkeit, weil du immer erzählen kannst, wie viel du doch zu tun hast. Du bist ja so busy und immer beschäftigt. Du musst schon wirklich wichtig sein ;).

Doch warum delegierst du nicht? Weil es keinen gibt, der so kompetent ist wie du? Weil es so viel schneller geht, wenn du es selbst machst? Weil es dann einfach schneller zu einem guten Ergebnis kommt?

Wenn du daran nichts änderst, bleibt alles beim Alten. Du machst es selbst, kein anderer bekommt die Chance, besser oder schneller zu werden. Es kann auch mal sinnvoll sein, etwas selbst zu tun. Schau doch aber bitte, wie oft diese Aufgaben erledigt werden müssen und ob du nicht langfristig davon profitierst, wenn du mehr abgibst. Hier wäre also der Stressfaktor, dass du selbst viel machst, weil du nicht delegierst, weil du denkst, du selbst kannst das besser/schneller als die anderen.

 

Welche Überzeugung steckt dahinter?

Wenn wir noch eine Ebene tiefer gehen, ist klar, dass eine Überzeugung dazu führt, dass du dich so verhältst. Was könnte dahinterstecken? „Ohne mich läuft hier nichts.“ oder „Ich muss alles allein machen.“ oder auch „Alles muss perfekt sein.“ Kommt dir das bekannt vor?

Diese Gedanken kommen nicht einfach so. Oft beruhen sie auf Erlebnissen, die dazu geführt haben, dass du dich schützen willst. So hast du vielleicht eine schlechte Erfahrung gemacht, als du etwas delegiert hast. Irgendwas ist dabei schief gegangen. Nun willst du diese negative Erfahrung nicht nochmal machen. Also verallgemeinerst du und denkst, dass es immer schlecht ist, zu delegieren.

Dein Verhalten zu ändern ist leichter, wenn du diesen Glaubenssatz nicht mehr hast. Also wenn du nicht mehr denkst, „Ohne mich läuft hier nichts.“ oder „Ich muss alles allein machen.“ oder auch „Alles muss perfekt sein.“

 

Überzeugungen ändern

Doch wie machst du das? Wie kannst du an diesen blockierenden Überzeugungen arbeiten?

1) Mache dir bewusst, wo das Ganze herkommt.

Wie oft hast du schon delegiert und es führte zu schlechten Erfahrungen? Wie lange ist das her? Hast du nicht in der Zwischenzeit deine Führungskompetenzen verbessert und dich selbst verändert?

 

2) Schau dir an, wie rational oder irrational deine Einstellung ist.

Musst du wirklich immer alles selbst machen?

Gibt es wirklich keinen, der das auch so gut kann wie du?

Muss alles perfekt sein?

Ist das logisch?

Ist das empirisch belegbar?

Was sind die Belege dafür, dass das stimmt?

 

3) Was hat das für Konsequenzen für dein Leben, wenn du dich so verhältst?

Persönliche, emotionale, soziale, finanzielle, gesundheitliche Konsequenzen

 

4) Was für Vorteile bringt dir diese Denkweise?

Zum Beispiel: Wenn ich denke, „Ohne mich läuft hier nichts.“ fühle ich mich wichtig und gebraucht, einzigartig und nicht austauschbar.

 

5) Bringt es dir mehr als es dich kostet?

Schau dir die Ergebnisse von den letzten beiden Fragen an. Was wiegt mehr?

 

Weiteres Vorgehen

Wenn du nun merkst, dass deine Überzeugung nicht logisch ist, keinerlei Beweise vorliegen und dir mehr schadet als nutzt, bist du schon einen Schritt weiter. Doch hier solltest du nicht aufhören.

Arbeite nun Schritt für Schritt an einer neuen Denkweise, die dich auch überzeugt. „Ich kann auch mal was abgeben.“ oder „Die Menschen werden mich auch brauchen, wenn ich Aufgaben delegiere“ oder ähnliches.

Mach das dann aber auch. Gib mal was ab. Gehe mal einen Tag etwas früher. Mache mal einen Tag Urlaub. Probiere also aus, was passiert, wenn du nicht immer da bist und nicht alles allein machst. Mache also positive Erfahrungen, die deine neue Denkweise mit Beweisen in der Realität stärkt.

Bereite das gut vor. Schau dir an, was wichtig ist beim Delegieren. Frage auch deine Kollegen, wie sie es machen, wenn sie Aufgaben übertragen. Und wenn mal etwas nicht gleich klappt, gehört es eben auch zum Lernprozess. Bleib dran, denn Schritt für Schritt erleichtert es dir die Arbeit und dein Energiehaushalt freut sich, wenn du weniger gestresst bist.

 

Ich delegiere aber oft!

Selbst wenn dein Thema woanders liegt, hast auch du wahrscheinlich Überzeugungen, die dazu führen, dass du ein Verhalten an den Tag legst, das zu Stress führt. Sei es nun, weil du nicht nein sagen kannst (alle sollen mich mögen) oder dich nicht durchsetzt (ich muss immer nett sein). Du wirst auch nur daran arbeiten, wenn du selbst Leidensdruck spürst. Solange es dir nicht wichtig ist und es dich nicht sonderlich stört, wirst du dir die Mühe nicht machen. Doch der Aufwand lohnt sich, wenn du ein entspannteres Leben haben willst, mit mehr Kraft und Energie…

Alles Liebe,

Susanne

 

Linkliste

Zustandsmanagement mit Ankertechnik

Positive Gedanken und ihre Macht

Byron Katies vier Fragen, die Dein Leben verändern können

 

 

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