Als Führungskraft wollen viele Leute etwas von dir. Deine Mitarbeiter, Kollegen, und auch deine Vorgesetzten. Nein sagen zu können ist da eine wichtige Fähigkeit, damit du dich nicht selbst dabei verzettelst, wenn du anderen hilfst.

Nein sagen wirksam kommunizieren

Grenzen setzen durch Nein sagen

Musst du immer für jeden da sein und stets helfen, um eine gute Führungskraft zu sein? Erwarten andere von dir, dass du immer hilfsbereit bist? Viele Manager denken das.

 

Konsequenzen beim „Ja“ sagen

Wenn du immer wieder „Ja“ sagst, obwohl du eigentlich selbst viel zu tun hast, führt das dazu, dass du selbst nicht mehr alles schaffst. Das klingt so logisch, ich weiß. Doch die wenigsten machen sich in dem Moment Gedanken darüber.
Also versuchst du nun, alles selbst zu schaffen. Du bleibst länger, kommst früher, arbeitest zu Hause. So hast du mehr Stress und durch Stress machst du Fehler. Zumindest geht es den meisten so.

 

Gründe „Ja“ zu sagen

Wenn es dir so viel Stress verursacht und deinen eigenen Plan durcheinanderbringt, warum sagst du dann „Ja“ statt „Nein“?

 

Gegenseitige Unterstützung

Ein häufiger Grund ist, dass du willst, dass der andere dir beim nächsten Mal auch hilft. Du setzt also voraus, dass dein Kollege oder Mitarbeiter dich nur unterstützt, wenn du das auch machst. Außerdem hilfst du einfach gern, denn du siehst dich selbst eben als höflichen und unterstützenden Menschen.

 

Konsequenzen

Natürlich kann es auch sein, dass dein Chef etwas von dir will. Da hast du die Befürchtung, es hat Konsequenzen, wenn du nein sagst.

Klingt das so in deinem Kopf? Dein Chef denkt dann nicht mehr, dass du besonders leistungsfähig bist. Auf dich kann man sich scheinbar nicht mehr verlassen. Wenn das jetzt häufiger so läuft, muss man sich vielleicht doch nach einer Alternative für dich umsehen...

 

Gemocht werden

Eine weitere Ursache ist, dass du willst, dass die anderen dich mögen. Sagst du, dass du nicht helfen kannst, besteht aus deiner Sicht die Gefahr, dass der andere dich nicht mehr so großartig findet. Das gefährdet dein Selbstbild, denn du denkst von dir, dass du sehr hilfsbereit bist und dich alle gut finden.

 

Dein Grund für das „Ja“

Erkenne erstmal für dich selbst, warum du eher „Ja“ als „Nein“ sagst. Befürchtest du, dass deine Mitarbeiter/Kollegen etc. dich weniger schätzen, wenn du mal „Nein“ sagst?
Dabei kann dir helfen, wenn du dich fragst was im schlimmsten Fall wirklich passieren kann. Was malst du dir da aus? Das gibt dir einen Hinweis auf deinen Grund.

 

Deine Reaktion auf ein „Nein“

Überlege mal, wie es für dich ist, wenn du jemanden um etwas bittest und der „Nein“ sagt. Würdest du dem anderen nicht mehr helfen? Wärst du so enttäuscht, dass du mit der Person nicht mehr reden würdest? Oder fändest du das selbst gar nicht so schlimm?
Ist es nicht auch so, dass unsere Erwartungen an andere nicht immer erfüllt werden?

Meiner Meinung nach ist das ganz normal, dass wir nicht immer von jedem die Hilfe oder den Gefallen erfüllt bekommen. Zum Teil muss man eben mehrere Leute fragen. Früher oder später findet man jemanden oder man kümmert sich doch anders darum.

 

Ursachen für ein Nein

Es kann auch verschiedene Gründe geben, warum du eigentlich gern „Nein“ sagen möchtest.

Oft ist es ein Zeitfaktor. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass du nicht helfen kannst, weil du die Expertise nicht hast. Wenn dir das unangenehm ist, hast du vielleicht in solchen Situationen bisher nichts dazu gesagt und hast versucht, dir das Wissen anzueignen. Dadurch hattest du noch mehr Stress, denn das Wissen zu recherchieren und sich anzueignen braucht seine Zeit.

Natürlich gibt es auch Fälle, wo du einfach keine Lust hast auf diese Aufgabe oder darauf, dieser Person zu helfen oder mit ihr etwas zu erledigen.

Du sagst aber „Ja“, denn dein Pflichtgefühl/Helfersyndrom (oder was auch immer) macht dir Druck oder gar ein schlechtes Gewissen. Auch das kann sein.

Doch warum hast du darauf keine Lust? Passen dir die Umstände nicht, die Zeit, der Ort, die Tätigkeit? Steht etwas im Widerspruch zu deinem momentanen Bedürfnis? Schaue welches Bedürfnis dir gerade am wichtigsten ist. Ist es jetzt wichtiger, anderen zu helfen und deinem Bedürfnis nach Unterstützung oder Kooperation nachzugehen. Oder ist dein Bedürfnis, allein zu sein und dich zu entspannen, größer?

 

Wirksam Nein sagen

1. Sag nicht nur „Nein“, sage auch warum du gerade nicht kannst. (Grund Zeit)

 

2. Sag jetzt „Nein“, helfe später (Grund Zeit).

 

3. Sage „Nein“ und gebe eine Idee für einen anderen Helfer (Grund Zeit/Lust)

 

4. Sage „Nein“ und gestehe, dass es nicht dein Kerngebiet ist (Grund Wissen)

 

Fazit

Es kann an verschiedenen Faktoren liegen, dass du nicht gern „Nein“ sagst. Auch die Art, wie du das Ganze sprachlich verpackst kann sehr unterschiedlich sein. Je nach Situation kannst du schauen, ob es wichtig ist, etwas abzulehnen oder ob du es doch ohne großen Stress in deine Arbeit miteinbauen kannst.
Wichtig ist, dabei auf den eigenen Stresslevel zu achten und nicht aus der Angst heraus zu helfen.

 

Alles Liebe

Deine Susanne

 

Linkliste:

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