Heutzutage wird von Führungskräften sehr viel erwartet. Sie sollen etliche Rollen erfüllen, alle möglichen positiven Eigenschaften haben und diverse Führungsmittel kennen und nutzen.

Die Führungskraft- eine eierlegende Wollmilchsau?

Als Führungskraft muss man heutzutage eine Art Superheld sein. Du bist Repräsentant der Firma, Koordinator, Sprecher, Informant, aber auch Kontrolleur, Richter, Mentor, Motivator, Freund, Krisenmanager, Leuchtturm und Vorbild.

Damit wären jetzt die älteren und neueren Führungsstile abgedeckt ;).

 

Alle Führungsmittel kennen

Du sollst alle Methoden beherrschen, um deine Mitarbeiter zu motivieren, damit sie produktiv und motiviert sind. Damit die Fluktuationsrate nicht steigt und die Mitarbeiterbindung gefestigt wird.

Du hast immer den Überblick, wer gerade welche Information braucht und wie er sie am besten nutzen kann.

Du sollst das Potenzial der einzelnen erkennen und sehen, wen du wohin unterstützt, damit er sich voll entfalten kann (so weit das eben im Rahmen der Firma möglich ist).

Als Führungskraft musst du auch erkennen, wer wann gelobt und wer wann bestraft werden soll und wie man das genau macht.
Wann musst du abmahnen und wie führt man so ein Gespräch durch?

Zusätzlich weißt du, wie man Mitarbeitergespräche führt. Sei es nun, um zu entwickeln, zu motivieren, Ziele zu vereinbaren oder eben auch, um Kündigungen auszusprechen.

Auch wie man ein Meeting durchführt, weißt du und kannst es jederzeit ohne große Vorbereitung durchführen.

Natürlich kennst du auch alle Zeitmanagementtechniken. Denn für solche Gespräche brauchst du Zeit, um sie vernünftig durchzuführen.

 

Fachkenntnisse in jedem Bereich

Normalerweise bist du als Führungskraft Generalist. Das heißt, du hast den Überblick und hast von jedem Thema etwas Ahnung und bist nicht der Experte in den jeweiligen Fachgebieten. Dazu hast du ja deine Fachkräfte. Und dennoch erwarten deine Mitarbeiter oft genau das und respektieren dich weniger, wenn du nicht den vollen fachlichen Durchblick hast.

 

Immer objektiv sein

Bei all den wichtigen Gesprächen sollst du natürlich objektiv bleiben. Du machst keine Beurteilungsfehler und bleibst auch objektiv, wenn du jemanden nicht magst. Alle Angestellten sollen schließlich gleichberechtigt behandelt werden. Also darfst du natürlich auch keine Vorurteile haben…

 

Individueller Führungsstil

Du kennst alle möglichen Führungsstile, seien es nun die von Kurt Lewin, Max Weber oder auch das Managerial Grid von Blake und Mouton. Und alle anderen Versionen von Reddin oder von Hersey und Blanchard kennst du natürlich auch ;).

Von der Führungskraft wird schließlich verlangt, in der Lage zu sein, sich an die Mitarbeiter anpassen zu können und jedem mit einem entsprechenden Führungsstil ganz individuell gerecht zu werden.

Also bist du mal autoritär, wenn dein Gegenüber das braucht. Bei anderen wendest du den kooperativen Führungsstil an, damit er sich voll entwickeln und zeigen kann, ob er selbst das Potential zur Führungskraft hat.

 

Kritik-und Konfliktfähigkeit

Kritikfähigkeit soll dich auszeichnen. Also kannst du nicht nur konstruktiv und wertfrei Kritik aussprechen, sondern auch annehmen. Du bist wie ein Fels in der Brandung und keine Kritik erschüttert dich. Dir ist bewusst, dass auch du nur daran wachsen kannst. Du rechtfertigst dich nie und lächelst immer, wenn du Kritik bekommst.

Als Manager musst du auch Konfliktpotential erkennen und dafür sorgen, dass die Mitarbeiter wissen, dass sie zu dir kommen können. Du sollst auch wie ein Mediator Konflikte auflösen können und nie parteiisch sein.

 

Leuchtturm versus Flexibilität

Wichtig ist es auch, dass du zu deinen Entscheidungen stehst und nicht wie ein Fähnlein im Wind ständig deine Meinung änderst. Trotzdem sollst du auch flexibel sein und auf Vorschläge anderer hören.

Du sollst immer ein Vorbild sein für deine Mitarbeiter und alles das machen, was du auch von ihnen erwartest. Also Fehler offen zugeben, immer ehrlich und transparent sein in deinem Tun, fehlendes Wissen zugeben, dich ständig weiterentwickeln und so weiter.

 

Gefühle unterdrücken

Als Führungskraft musst du immer stark sein, darfst also keine Schwächen zeigen. Also darfst du auch nicht traurig sein oder verzweifelt. Wütend zu sein geht vielleicht noch. Also weißt du, wie du deine Gefühle im Griff hast und sie nicht zeigst, ohne davon krank zu werden.

 

Ohne Mentor und Unterstützung

Von einer Führungskraft wird also ziemlich viel verlangt. Sie soll sozusagen ein Übermensch sein, ein Superheld, der stärker ist als alle anderen und alles kann.

Wie kann es dann sein, dass viele Firmen noch nicht erkannt haben, wie wichtig es ist, auch ihren Führungskräften einen Mentor an die Seite zu stellen und sie durch die entsprechenden Seminare zu fördern?

Wie kann es sein, dass sehr gute Facharbeiter Führungskraft werden, obwohl sie die Führungskompetenz noch nicht haben?

Um all diesen Aufgaben gerecht zu werden, braucht auch die Führungskraft Unterstützung an ihrer Seite und die Möglichkeit, Fehler machen zu dürfen…

Alles Liebe

Deine Susanne

 

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