Susanne Lorenz lÀchelnd

Kontaktiere mich fĂŒr
ein kostenloses ErstgesprÀch!

Oft ist es so, dass wir uns mit anderen Menschen, die nicht unserer Meinung sind, streiten. Egal, ob nun zu Hause oder am Arbeitsplatz. Das kann wegen Kleinigkeiten sein. Beispielsweise, weil der Partner nicht im Bioladen einkaufen war oder der Kollege eine andere Kaffeesorte gekauft hat. Da machen wir meistens kein Fass auf und gehen drĂŒber hinweg. Meistens.

Umgang mit anderen Menschen

Umgang mit anderen Meinungen am Arbeitsplatz

Doch was ist mit den großen Themen? Politik, Religion, SexualitĂ€t? Der eine ist katholisch, der andere Atheist, der nĂ€chste beispielsweise Moslem. Tja. Alle wĂŒnschen sich Toleranz, jeder soll den anderen akzeptieren oder zumindest tolerieren.

 

Umgang mit anderen Meinungen: Tolerant sein

Doch wie sieht da die RealitĂ€t aus? Tolerierst du alle Menschen in deinem Umfeld, egal, was sie fĂŒr eine Religion praktizieren? Gerade heutzutage ist das kein leichtes Thema.

Manch einer will sich vielleicht auch nicht zu seiner Ausrichtung bekennen, denn am Arbeitsplatz ist das ja auch nicht unbedingt relevant. Dennoch werden die meisten aus der Fassung gebracht, wenn es um Politik, Religion und Co geht.

Kannst du tolerant sein und akzeptieren, dass dein GegenĂŒber eben eine andere Ansicht hegt?

Ich sage nicht, dass das immer leicht ist. Aber ich sage, so ist das nun einmal im Leben! Jeder hat seine Meinung und die Menschen sind sehr unterschiedlich. Andere lassen sich nun mal nicht Ă€ndern und jeder muss fĂŒr sich entscheiden, wie er mit solch einer Situation umgehen will. Hier ein paar VorschlĂ€ge dazu.

 

Umgang mit anderen Meinungen : Argumentieren auf sachlicher Ebene

Es kann sein, dass du versuchst zu argumentieren. Du schaust also auf Zahlen, Daten, Fakten.
Das macht nur Sinn, wenn Ihr beide nicht total gestresst seid. Sonst steht euch da nĂ€mlich das Reptiliengehirn im Weg. Das ist ein Überbleibsel aus Neandertalerzeiten.

Wie bereits damals, reagieren wir in Stresssituationen immer noch mit Kampf oder Flucht. FĂŒr die körperliche Anstrengung brauchten und brauchen wir eine gewisse Muskelspannung, die wir benötigen zum Wegrennen oder KĂ€mpfen.

Das Denkvermögen wird dafĂŒr "runter gefahren", damit wir diese Muskelspannung haben. Also: Muskeln sind angespannt, Gehirn ist ausgeschaltet. Mehr oder weniger.

In Stresssituationen reagieren wir heute also immer noch so. Wir kĂ€mpfen oder flĂŒchten dann meistens eher verbal. Das fĂŒhrt dazu, dass keine konstruktiven GesprĂ€che möglich sind, solange der Stresspegel nicht reduziert wird.

Erstmal etwas anderes zu machen als zu reden ist dann durchaus sinnvoll. Dazu gibt es verschiedene Techniken (tief atmen, Meditation u.a.). Erst wenn beide wieder entspannter sind, kannst du zur sachlichen Ebene ĂŒbergehen.

 

Umgang mit anderen Meinungen: BedĂŒrfnisse herausfinden

Bei den großen Themen wie Politik oder Religion lĂ€sst sich sagen, dass es hier meistens darum geht, dass andere BedĂŒrfnisse zugrunde liegen. Du kannst fragen, was dahinter steckt. Warum hast du diese Religion, diese Partei?

Wer hat wen gewÀhlt? Liegt das nicht an den Themen der Parteien und was dabei versprochen wird?

Vielleicht wÀhlt der eine eine Partei, die mehr Sicherheit verspricht, was den Arbeitsplatz angeht, das Geld etc. Der andere wÀhlt diese Partei nicht, da sie weniger tolerant und gerecht ist.

Viel hat natĂŒrlich auch mit der eigenen Familie zu tun. Ist diese einer bestimmten Religion angehörig, ist es hĂ€ufig normal, dass man diese nicht hinterfragt. Das hat auch etwas mit dem BedĂŒrfnis nach Zugehörigkeit zu tun.

Bei diesen Themen ist es recht unwahrscheinlich, dass dein GesprÀchspartner schnell einlenkt und sagt, deine Meinung ist besser, realistischer oder Àhnliches. Aber vielleicht könnt Ihr euch darauf einigen, dass Ihr euch in dem Fall nicht einig seid ;).

 

Umgang mit anderen Meinungen: Meinungen gehören zum Selbstbild

Gerade, wenn wir diese Meinung schon sehr lange haben, gehört sie zu unserem Selbstbild. Wir sind katholisch oder wir wĂ€hlen schon seit vielen Jahren die SPD, die GrĂŒnen oder wen auch immer.

Wenn jemand dann die geĂ€ußerte Meinung angreift, fĂŒhlt sich diese Person oft persönlich angegriffen, weil sie nicht differenziert.

Sie sieht nicht, dass es um eben diese Meinung/Ausrichtung geht und nicht um die ganze Persönlichkeit. Das kannst du aber im GesprĂ€ch nochmal ausdrĂŒcklich unterstreichen, damit es dem GesprĂ€chspartner leichter fĂ€llt.

 

Umgang mit anderen Meinungen: Die RealitÀt akzeptieren

Akzeptiere also, dass du im Clinch mit der RealitÀt liegst, wenn du meinst, der andere sollte es genau so sehen wie du. Das tut er nicht. Entweder du kannst dich auf das fokussieren, was euch verbindet oder du lÀsst das.

Andere Menschen zu Ă€ndern ist sowieso kaum möglich, außer sie wollen das selbst.

Ich bin kein Fan davon. Das habe ich in jĂŒngeren Jahren oft genug versucht und bin daran meistens gescheitert. Bis ich dazu ĂŒbergegangen bin, mich selbst zu verĂ€ndern.

Und dann frage ich dich noch: „Wie realistisch ist es, dass andere Leute immer unserer Meinung sind?“. Es gehört also zum Leben dazu und sollte uns nicht ĂŒberraschen, wenn einer eine ganz andere Ansicht hat und sie nicht Ă€ndern mag.

 

Umgang mit anderen Meinungen: Gemeinsamkeiten fokussieren

Wollt ihr beide  den Menschen helfen, oder den Tieren, könnt den Chef nicht leiden, seid in einem Verein, spielt Fußball oder Ă€hnliches? Das ist vielleicht auch das, was du an dem anderen so schĂ€tzt. Diese Gemeinsamkeit. Dass er auch sozial eingestellt ist, hilfsbereit oder was auch immer. Lass dadurch eine Verbindung  zustande kommen.

Umgang mit anderen Meinungen: Ehrlich sein/ GefĂŒhl zum Ausdruck bringen

Es kann auch sein, dass du gerade nicht ĂŒber das Thema reden kannst oder diskutieren magst. Weil du zu traurig, sauer oder auch hilflos bist. Dann lass es.

Sag doch einfach: „Ich bin gerade zu sauer, ich möchte nicht darĂŒber reden. Können wir das ein anderes Mal machen und uns heute auf die Arbeit/den coolen Auftrag konzentrieren?“

Oder auch „Ich bin traurig und brauche gerade mal eine Auszeit“, wenn das fĂŒr dich in dieser Situation infrage kommt.

Das sind hier nur einige Anregungen von vielen.

 

Fazit

Es wird immer wieder passieren, dass du auch am Arbeitsplatz mit anderen Meinungen konfrontiert wirst.

Du kannst entscheiden, wie du damit umgehst. Sicherlich wird das auch abhÀngig davon sein, wer da vor dir steht und in welcher emotionalen Verfassung du dich befindest.

Alles Liebe

Deine Susanne

 

P.S.: Die gewaltfreie Kommunikation eignet sich auch sehr gut dazu, um mit den Meinungen anderer umzugehen. Dazu gebe ich regelmĂ€ĂŸig Basis- und Intensivseminare. Schau doch einfach unten in der Linkliste nach, wenn du mehr dazu wissen willst.

 

Du möchtest gern mehr?

Umgang mit VorwĂŒrfen

Seminare

BedĂŒrfnisse

Gewaltfreie Kommunikation

Buch SuperkrĂ€fte fĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte - gewaltfreie Kommunikation im Beruf

 

Hier kannst du dir den Blogartikel auch anhören

Wie gehst du mit anderen Meinungen um?

2 Kommentare

  1. Veröffentlich von Thomas Titze am 15. Februar 2020 um 17:36

    Ein sehr wichtiges Thema in der heutigen Zeit, die nach meinem Eindruck geprÀgt ist, von kompromisslosen Auseinandersetzungen, die schnell, die Grenzen des zivilisierten Umganges miteinander verlassen. Deshalb ist es umso dringender immer wieder zu verdeutlichen, dass auch die andere Seite ein Recht auf die eigene Meinung hat und ein Perspektivenwechsel die eigene Sicht ergÀnzen kann. Und selbst wenn mich die andere Meinung komplett abtörnt, so gilt die Meinungsfreiheit. Gerade am Arbeitsplatz treffen Menschen unterschiedlichster Gedankenwelten aufeinander; hier gilt es besonders respektvoll und wertschÀtzend miteinander umzugehen. Die gewaltfreie Kommunikation ist hier wirklich geeignet ein entsprechendes Klima zu erzeugen und zu erhalten.

    • Veröffentlich von Susanne Lorenz am 19. Februar 2020 um 8:26

      Danke fĂŒr deinen Kommentar!

Hinterlassen Sie einen Kommentar