Das Leben besteht aus Auf und Ab. Die Frage ist, wie man mit den Zeiten umgeht, in denen es nicht gut läuft. Hier einige Tipps dazu.

Durchhalten in schweren Zeiten wirksam kommunizieren

Was Du aktiv tun kannst, wenn es bei Dir nicht gut läuft

Wahrscheinlich kennst Du es auch. Manchmal läuft es im Leben einfach nicht so, wie es soll. Von vielen Kunden und Kollegen höre ich zurzeit, dass es bei ihnen gar nicht gut läuft was ihre Anfragen und Aufträge angeht.

Auch ich habe in den letzten Wochen gemerkt, dass Sommerzeit herrscht. Es kamen weniger und in einigen Wochen keine neuen Anfragen rein. Das ist für mich eher unüblich. Zusätzlich kam dazu, dass es bei mir in den Monaten davor so gut gelaufen ist wie noch nie in meinem Leben und ich das kräftig genossen und genutzt habe.

Mich hat das zum Nachdenken gebracht und mir den Anstoß gegeben, diesen Artikel zu schreiben.

Bei wem ist das noch so?

Ich habe viele Kontakte, mit denen ich mich austauschen konnte. Spannend war, dass es einigen genauso ging. Es war, als hätte jemand den Stecker gezogen. Klar, jetzt könnte man sagen, ist halt das Sommerloch. Doch das macht es auch nicht besser.

Interessant war auch, dass es nicht nur Selbständigen in meinem Umfeld so ging, sondern auch Firmen, die auf einmal schauten, wo sie Geld einsparen konnten.

Das geht vorbei!

Das weiß man auch, dass das wieder besser wird. So ist das im Leben eben. Gute und weniger gute Zeiten gehören dazu. Toll war es, zu sehen, wer alles von mir und meiner Arbeit überzeugt ist. Und ich fand es auch genial, welche Bekannten voll und ganz überzeugt waren, dass das bald besser wird und fest an mich und meine Idee glaubten. Das hat mir die Augen geöffnet, wer alles hinter mir steht.

Warum schreibe ich dir das?

Weil es im Leben normal ist, dass wir Höhen und Tiefen haben. Weil wir immer genießen sollten, wenn es uns gut geht. Weil wir, wenn das der Fall ist, vorsorgen sollten für Zeiten, in denen es schlechter läuft.

Das weißt Du alles schon!

Klar, das ist nichts Neues. Ich weiß das auch. Und dennoch macht man nicht immer das, was man weiß. Ich hätte auch besser mit den guten Zeiten umgehen können.  Doch habe ich es gemach? Nicht in dem nötigen Ausmaß. Ich habe mir lang geplante Wünsche erfüllt, habe endlich ein Video für meine Website produziert und habe Facebook-Marketing ausprobiert.

So kann es in jedem Geschäft sein. Kunden bleiben auf einmal weg. Aufträge fallen aus. Man findet keine passenden neuen Mitarbeiter oder was auch immer.

Tipps zum Durchhalten in schweren Zeiten

Was kannst Du konkret tun, um mit dieser Situation umzugehen?

1. Ruhig bleiben.

Ich sagte mir, dass das eine Phase ist und redete mit Freunden und Bekannten. Schau auch, welche anderen Bereiche in Deinem Leben gut laufen und wo Du Stabilität hast.

2. Hilfe suchen.

Je nachdem, wie schlecht Deine Situation ist, schau, ob Du Hilfe brauchst. Frage Dich konkret, wer könnte Dir helfen? Wer muss seine Rechnung vielleicht eigentlich erst später zahlen oder ähnliches? Welche Rechnungen wurden vielleicht auch noch nicht geschrieben, weil Du sie vergessen hast? Ja, das habe ich tatsächlich schon mehrmals gehört, dass das vorkommt ;).

3. Aktiv bleiben.

Nicht nur herummaulen, sondern auch was machen. Was kannst Du aktiv tun, um die Situation zu verbessern? Du findest keine neuen Mitarbeiter? Kann man Projekte anders verteilen, Leiharbeiter einstellen, Kooperationen eingehen?

4. Zeit nutzen.

Was kannst Du sonst noch machen, wenn Du beispielsweise nun mehr Zeit hast? Ich nutzte beispielsweise die Zeit, um an meinem Buch zu schreiben, neue Prioritäten zu setzen für die nächsten Projekte für dieses und nächstes Jahr.

5. Situation überdenken

In meinem Fall habe ich hinterfragt, was sich mit der Zeit alles so an Kosten angehäuft hat. Was brauche ich davon wirklich und was habe ich nur für mein Ego? Brauche ich komplett eigene Räume für meine Seminare oder reicht es, Untermieter zu sein oder Räume nur bei Bedarf zu mieten? So habe ich gemerkt, dass mich die eigenen Räume viel zu viel Zeit gekostet haben. Einkaufen, vor- und nachbereiten der Räume, ggf. sauber machen.

Ich musste immer viel früher da sein als sonst bei gemieteten Räumen und hatte mehr Aufwand. Das war echt nervig, so schön ich die Räume auch fand. Doch es war eben nicht wirtschaftlich gedacht. Das war nicht nur ein Kosten-, sondern auch ein Zeitfaktor!

In einer Firma kann man natürlich auch schauen, welche Kosten reduziert werden können. In einem Betrieb, wo ich als Coach arbeite, boten einige  Abteilungen zum Beispiel von sich aus an, ihre Fortbildungskosten zu senken.

6. Motivation behalten

Lass Dich nicht klein kriegen. So abgedroschen es klingen mag, was uns nicht umbringt, macht uns stark. Ich habe durch die letzten Wochen einen neuen Fokus und weiß nun besser, was ich brauche. Umso mehr kann ich nun genießen, dass es wieder gut läuft ;).

Konzentriere Dich auf das, warum Du tust, was Du tust. Egal, ob Du nun Führungskraft im Einzelhandel bist und es eine Sommerflaute gibt oder Du Mitarbeiter einstellen willst und nur schwer passende Kandidaten findest.

Warum machst Du das? Für Deine Firma, Deine Vorgesetzten oder welches Bedürfnis erfüllst Du Dir mit Deiner Arbeit?

Diese Klarheit hilft Dir, Dich zu motivieren und weiterzumachen, auch wenn es mal nicht gut läuft.

Und nun?

Nachdem ich selbst alle diese Tipps beherzigt habe, und es immer noch Sommer ist, kommen wieder genauso viele Anfragen rein wie davor! Aus Berlin, Umgebung, aus München. Von großen Firmen, für Seminare, Workshops, Coachings. Das Durchhalten hat sich gelohnt und nun werde ich mit meinem Erfolg auch noch bewusster umgehen!

2 Kommentare

  1. Veröffentlich von Matthias Ernst Holzmann am 22. September 2017 um 8:51

    Bei mir als Sprecher kommen interessanterweise im Juli/ August die meisten Aufträge rein. Warum das so ist? Keine Ahnung!

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