Susanne Lorenz

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In den letzten Monaten drehte sich bei mir alles um mein Buch. Naja, nicht alles, natürlich habe ich meine Trainings und Coachings gegeben und dort viele tolle Menschen kennen gelernt. Doch gefühlt habe ich jede andere Minute damit verbracht, meine Erstversion von „Superkräfte für Führungskräfte- Gewaltfreie Kommunikation im Beruf“ zu überarbeiten.

 

Lernen beim Schreiben

Es kommt alles anders als man denkt

Gehen wir noch einen Schritt zurück. Ich hatte schon lange die Idee für ein neues Buch, doch der Alltag hielt mich immer wieder davon ab.

Im Juni bekam ich dann eine Anfrage von einem Verlag, ob ich nicht Lust hätte, ein Buch zum Thema Konflikte zu schreiben. Klar! Ich war gleich Feuer und Flamme und fing schon an mit dem Exposé und dann auch mit dem Schreiben. Dazu buchte ich mir einen Aufenthalt in Zinnowitz. Während es draußen 30 Grad waren, saß ich entweder schön im Schatten oder auch schon morgens im Zimmer und schrieb und schrieb. Noch bevor der Vertrag da war, hatte ich über 100 Seiten fertig. Beim Schreiben merkte ich allerdings, dass das Buch kein reines Sachbuch sein wird. Da ist so viel von meiner eigenen Geschichte drin, dass es stark autobiografisch ist. Das ist ein Problem, denn es soll ja ein Sachbuch werden.

Als mir der Vertrag dann vorlag, merkte ich erst recht, dass das nicht passt. Mein Bedürfnis nach Freiheit ist zu stark ausgeprägt, als dass ich den Vertrag unterschreiben konnte. Klar, wir hätten verhandeln können und es gibt ja auch andere Verlage, ich wollte es dann jedoch lieber ohne Verlag machen.

Natürlich ist die Zusammenarbeit mit einem Verlag sehr verlockend, denn das macht schon was her. Mein Ego hätte sich gefreut. Auch übernimmt der Verlag die Kosten (Lektorat und Design). Doch mir geht es finanziell ganz gut und ich kann mir das selbst leisten.

 

Mein Learning

Freiheit ist mir extrem wichtig, deswegen bin ich auch selbständig. Mein Ego kann ich gut zurücknehmen, wenn meine Freiheit eingeschränkt wird. Ich gebe lieber mehr Geld aus als mir zu viele Vorschriften machen zu lassen.

 

Autobiografie – Rechte

Wenn du allerdings ein Buch schreiben und dabei auf Menschen Bezug nehmen willst, brauchst du von ihnen die Genehmigung dazu. Ups. Das war also klar, dass das nicht geht. Denn meine eine Schwester sagte bereits, dass ich am besten gar nichts Persönliches mitreinnehmen soll in das Buch, denn das geht ja keinen etwas an. Ich würde also keine Genehmigung erhalten.

Also: neuer Plan! Ich legte das erstmal auf Eis, werde es im nächsten Jahr unter einem Pseudonym veröffentlichen, damit nichts nachvollziehbar ist. Das wird dann auch keine Mischung sein aus Sachbuch und Autobiografie, sondern nur eine Autobiografie.

 

Mein Learning

Es ist okay, seine Pläne zu ändern und das hat nichts mit Scheitern zu tun.

 

Warum es eine neue Auflage gibt

Nachdem ich das entschieden hatte, machte ich mich an meine Erstauflage. Das Buch habe ich Ende 2017 veröffentlicht. Inhaltlich passt es für mich noch überwiegend, doch mit der grafischen Gestaltung konnte ich mich nicht mehr identifizieren. Im Frühjahr 2022 hatte ich endlich meine Farben von Orange und Blau geändert auf Rot und Blau. So passten das Cover und auch die Grafiken im Buch farblich nicht mehr. Und schließlich habe ich mich seit 2017 selbst sehr verändert. Das bezieht sich auch auf meinen Umgang mit Konflikten und so habe ich in der neuen Variante des Buchs zwei neue Kapitel: „Warum Konflikte normal sind“ und „Vorteile von Konflikten“.

 

Mein Learning

Es ist wichtig, dass ich hinter meinem Buch stehen kann. Bevor ich etwas Neues starte, mache ich lieber das alte besser 😉.

 

Das geht noch besser!

Nachdem ich die Autorin und Buchexpertin Nicole Hermann kennenlernte, war klar: das Buch von ihr „Sell better mit deinem Bestseller“ brauche ich unbedingt! Beim Lesen fielen mir einige Dinge auf, die ich in meinem Buch nicht hatte. Und ja, ich habe damals viel Zeit beim Schreiben investiert, doch kaum Werbung gemacht.

Im Coaching bei ihr überraschte mich dann auch die Frage, was ich für wirtschaftliche Ziele mit dem Buch verfolgt hatte und nun habe. Ich hatte nie vor, mit dem Buch großartig Geld zu verdienen, denn damit habe ich gar nicht gerechnet. Das Ziel war ja, über das Buch die gewaltfreie Kommunikation auch erschwinglich an die Menschheit zu bringen. Oft habe ich es potenziellen Kunden geschenkt oder auch meinen Coachingkunden.

Diesen Aspekt habe ich total vernachlässigt, auch weil ich dachte, dass man mit Büchern nicht großartig etwas verdient. Ich hatte also zusätzlich selbst blockierende Gedanken, die mich davon abhielten, Zeit in das Marketing zu stecken.

 

Mein Learning

Ich sollte mir auch Ziele setzen, wie viele Bücher ich verkaufen will, schließlich habe ich auch einiges an Geld und Zeit in das Buch gesteckt. Das ist nicht verwerflich, sondern vollkommen normal. Und man kann mit Büchern durchaus auch ein zusätzliches Einkommen generieren, wenn man weiß, wie es geht 😉.

 

Wer macht das?

Beim letzten Mal hatte ich einen Grafiker für das Cover und die Grafiken im Buch. Die sollten sich ja ändern. Eine Idee für das Cover hatte ich schon. Das Bild von mir mit Umhang wollte ich behalten, doch der Hintergrund sollte mehr an Comics erinnern als das bei der ersten Variante der Fall war. Nicole schlug vor, dass ich für den Innenteil auch Bilder von mir nutzte. Das fand ich erst komisch, doch setzte es um.

Zwei Grafiker schrieb ich an mit meinen Vorschlägen, Beide meinten, dass ich das selbst so gut kann, dass ich das machen soll und nur jemanden brauche, der das umsetzt. Die eine wollte lieber einen Auftrag, bei dem sie mehr Freiheit hat, der andere war zeitlich eingeschränkt. Okay, dann mache ich das also komplett selbst?

Auch wenn ich gut gestalten kann, habe ich nicht die Ausrüstung. Oder doch? Ja, tatsächlich hatte ich mir letztes Jahr ein Bildbearbeitungsprogramm gekauft, das ich aber noch nicht benutzte, da ich mich da erst reinarbeiten müsste und ich mir dafür nie die Zeit genommen habe.

Ein Traum von mir ist allerdings, dass ich in den kommenden Jahren neben meiner Tätigkeit als Trainerin und Coach auch Grafikarbeiten machen werde für andere. Schließlich mache ich das schon seit Jahren für mich selbst: Postkarten, Flyer und auch einen Kalender für das neue Jahr habe ich selbst gestaltet.

 

Mein Learning

Ich darf an mich und mein kreatives Talent glauben, selbst andere Grafiker finden meine Sachen toll und sagen, ich kann das auch allein. Mein Traum, auch Grafikerin zu sein ist gar nicht so unrealistisch.

 

 

Das Cover

Nun musst du wissen, dass ich ja eigentlich Trainerin und Coach bin und dass ich viel Zeit damit verbringe, Kurse vorzubereiten und zu geben. Das war jetzt beim Schreiben des Buchs nicht anders.

Entscheidungen mussten getroffen werden: Nicole empfiehl mir 99 Designs, um dort das Cover in einem Wettbewerb entstehen zu lassen. Was für eine coole Idee! Du sagst, was du für Vorstellungen hast, kannst Bilder hochladen und dann bekommst du von verschiedenen Grafikern Designentwürfe.

Das war herrlich! Denn immer, wenn ich dachte, das ist jetzt das Beste, kam noch ein besseres! Ich zeigte einige herum und am Ende entschied ich mich für eine Version, die bei den meisten gut ankam. Letztlich ist es wie bei allem: Du musst dahinterstehen können. Auch ist klar, dass du nicht alle Menschen damit erreichst. So wird es auch bei mir sein.

Manche werden das Buch nicht kaufen, weil ihnen das Cover nicht konservativ genug ist. Das habe ich auch als Feedback bekommen. Doch ich akzeptiere das. Das ist genau wie mit der Entscheidung auf der Website zu duzen. Damit erreiche ich einige, andere finden das unmöglich. Doch das Buch passt zu mir und soll ja auch meinen Stil repräsentieren. Jemand, der ein konservatives Buch kaufen will, wäre auch enttäuscht, wenn er meins gekauft hätte.

Warum? Ich duze im Buch, schreibe umgangssprachlich, verwende so wenig Fachbegriffe wie möglich, ich zitiere nicht ständig, habe keine Fußnoten 😉.

 

Mein Learning

Ich stehe dazu, dass ich nicht alle erreiche und dass es okay ist, wie ich schreibe. Ich vergleiche mich nicht mit anderen Autoren, da ich so bin wie ich bin. Das gilt auch fürs Schreiben.

 

Bevorzugte Arbeitsweise

Ich liebe es, Dinge zu starten und tolle Ideen zu entwickeln. Feinschliff zu machen, mag ich gar nicht. Es kostet mich viel Zeit, alles nochmal zu überprüfen. Das ist bei der Buchhaltung so, deswegen habe ich eine Steuerberaterin, die mich unterstützt.

Trotzdem kann ich es, wenn es mir wichtig ist. Also ja: ich habe alles lektorieren lassen und mich zusätzlich drangesetzt und kontrolliert. Ich habe im Word-Dokument einiges formatiert. Ich kann das, wenn ich das will. Beim nächsten Buch weiß ich aber, dass ich das Formatieren definitiv abgeben werde. Andere Menschen haben daran viel mehr Spaß und verlieren dabei nicht so viel Energie. Vera Fechtig wird hoffentlich das nächste Buch für mich komplett gestalten.

 

Mein Learning

Ich kann mich zwar zwingen, gewissenhaft zu sein und ich schaffe das dann auch. Das bringt mir aber nicht viel, da ich dabei viel Zeit verliere.

 

Geduld

Ich behaupte von mir, dass ich wenig Geduld habe. Ich wollte unbedingt, dass das Buch noch dieses Jahr rauskommt. Das sollte auch zu schaffen sein, schließlich bin ich ein Arbeitstier. Doch da kommen noch so viele andere Faktoren dazu wie die Arbeit durch die Grafiker, das Testbuch bei Books on Demand, Versandzeiten und so weiter.

Hätte ich auf den Grafiker gewartet, der sagte, ich kann das allein, er setzt es mir gern um, wenn ich noch etwas Geduld habe, wäre es wahrscheinlich am Ende schneller gegangen. Denn meine Grafiken wurden mir bei BoD als nicht gut genug angezeigt, was die Bildqualität angeht. Das lag allerdings an Word. Also setzte ich mich mit Bildoptimierung auseinander und auch damit, was man nutzen kann, um ein PDF zu erstellen, dass eine bessere Druckqualität aufweist.

Tja. Am Ende habe ich fast geweint, als ich die Datei bei BoD hochlud und mir keine Fehler mehr angezeigt wurden.

 

Mein Learning

Geduld zahlt sich aus. Fehler zu machen, gehört zum Prozess dazu. Nächstes Mal werde ich es anders machen.

 

Druckqualität

Doch nur, weil das Programm des Selbstverlags das so anzeigt, heißt es ja noch lange nicht, dass der Druck dann auch stimmt. Also habe ich mir ein Testbuch bestellt. Da es schon Ende November war, bestellte ich gleich mehrere, damit ich sie auch als Geschenk nutzen kann. Selbst, wenn noch kleine Fehler drin wären, stören sich die meisten Menschen ja nicht dran.

Doch es kam anders. Fehler waren zwar auch noch drin, doch der Druck war echt mies. Also: den Support anrufen. Ja, das kann am Druck liegen, es gibt zwei Druckvarianten, die andere wäre wahrscheinlich besser. Alles klar! Ich legte Extraschichten ein, um das Buch nochmal zu überarbeiten, viele Bilder rauszunehmen, denn nun war mir das nicht mehr wichtig mit den Bildern von mir. Die Grafiken bleiben drin, sind angepasst, damit sie besser zu drucken sind. Meine eigenen gestalteten Grafiken sind nicht mehr dabei, nun habe ich das über Smart Art direkt in Word gemacht, auch das soll fürs Drucken besser sein.

 

Mein Learning

Auch wenn ich zuerst sehr in meine Grafiken verliebt war, kann ich sie loslassen, wenn ich merke, dass sie den Druck erschweren. Ich habe sie trotzdem und kann sie für Social Media und Co nutzen. Außerdem hatte ich beim Erstellen soooo viel Spaß!!!

 

Das Universum steht an meiner Seite

Neben der tollen Nicole hatte ich mir auch die Masterclass zum Buchmarketing gegönnt von Yvonne Kraus. Während dieser ganzen Zeit hatten wir unsere online Treffen in kleiner Runde. Dadurch, dass das Buch nun doch nicht druckfertig war und ich es nochmal angepackt habe, ist es nun besser als vorher. Du kannst dich nun auch über ein Begriffsverzeichnis freuen. Und ich finde es klasse, dass ich nun auch direkt im Buch um eine Rezension bitte. Auf die Idee bin ich vorher nicht gekommen 😉.

 

Mein Learning

Alles hat einen Sinn. Auch wenn es nun später wird mit der Veröffentlichung, ist das Buch am Ende von der Ausstattung her besser als eigentlich geplant.

 

Nichts ist unmöglich!

Schon länger hatte ich überlegt, mein Buch auch zu vertonen. Erst wollte ich das selbst machen, das würde aber zu lange dauern. Die Menschen, die ich deswegen angesprochen hatte vor einigen Jahren, verlangten aber viel Geld und das war es mir dann doch nicht wert.

Über Yvonne bekam ich einen Kontakt von einer Sprecherin, die das Ganze möglich werden lässt. Im nächsten Jahr wird es also mein Buch auch als Hörbuch geben! Wie genial ist das denn!?

 

Learning

Mit den richtigen Kontakten ist alles möglich! Und manchmal dauert es etwas, bis man diese kennenlernt.

 

Danke!

Danke an Rita Sri Harningsih von 99 Designs, die mich immer wieder überraschte, wie schnell sie mir die Cover anpasste, denn das muss ja anders sein, je nach ISBN und Art des Buchs.

 

Danke an Andrea Wieland, die mir die neuen Seiten lektorierte und zuverlässig und verständlich ihre Änderungen erklärte.

 

Danke an Nicole, dass du so auf mich eingegangen bist und dass du mit diesem Thema Menschen beim Buch veröffentlichen hilfst. Deine Art ist einfach toll und ich habe mich gefreut, dass wir auf einer Wellenlänge waren.

 

Danke auch an Yvonne Kraus, denn unsere Masterclass hat mir sehr geholfen. Auch wenn ich zuerst das Cover nicht ändern wollte, habe ich verstanden, warum du in der Masterclass zum Launchen auch viele Aspekte mit reingenommen hast, die man vorher schon berücksichtigen muss. Ich habe viel bei dir gelernt und bin sehr dankbar.

 

Learning

Mit Hilfe von anderen Menschen wird es immer besser. Ein Buch zu schreiben hat ganz viel mit Loslassen zu tun, wenn man sich zu sehr auf den Titel oder eine bestimmte Optik fokussiert. Beim nächsten Buch werde ich mich schneller beraten lassen, damit ich mich nicht zu sehr in Titel oder ähnliches verliebe 😉.

 

Fazit

Ein Buch zu schreiben hat auch ganz viel mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun. Verschiedene Faktoren kommen hier zusammen. Du kannst kreativ sein, dich austoben, ganz viel recherchieren, alles allein machen. Das geht sicherlich auch.

Doch mit Unterstützung von anderen ist es leichter und kostet dich vielleicht mehr Geld, dafür sparst du aber Zeit und Energie und kannst diese für andere Dinge nutzen.

 

Alles Liebe

deine Susanne

 

P.S.: 

Hier geht es zum Buch „Superkräfte für Führungskräfte- Gewaltfreie Kommunikation im Beruf“.

 

 

Hier kannst du dir den Blogartikel auch anhören

Was ich beim Buch schreiben über mich lernte- 12 wertvolle Learnings

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