Du bist Führungskraft, hast aber diese Position noch nicht lange? Dann fühlst du dich bestimmt oft hin- und hergerissen von den vielen Rollen, mit denen du täglich jonglieren sollst.  Ist das der Fall? Dann lies hier weiter!

Tipps zur Rollenfindung für junge oder neue Führungskräfte

Als Führungskraft besetzt du mehrere Rollen. Du bist Vorgesetzter, Angestellter und Mittler zugleich. Die Ebene über dir will was von dir, um deine Mitarbeiter sollst du dich kümmern und am besten vermittelst du zusätzlich zwischen der Geschäftsführung und dem Personal. Hast du Kundenkontakt, bist du hier auch noch Verkäufer, Berater oder ähnliches. Ganz schön viel auf einmal. Das ist für die meisten so. Besonders, wenn sie die Führungsposition noch nicht lange innehaben.

Liste der Rollen und Erwartungen

Du solltest dir im Vorfeld Gedanken darüber machen, welche Rollen du täglich ausfüllst.

Welche werden von dir erwartet?

Welche erwartest du von dir selbst?

Was ist davon realistisch?

Bist du neu in der Führungsposition, schaue, welche Rollen du wirklich „spielen“ willst. Was ist machbar und wo kannst du noch authentisch sein? Musst du immer auf Distanz gehen oder darfst du als Führungskraft auch über persönliche Dinge mit den anderen reden? Geht das nur mit den anderen Managern oder auch mal mit den Mitarbeitern? Womit fühlst du dich wohl?

Situationen und Bedürfnisse verstehen

Wenn du merkst, dass du dich in bestimmten Situationen nicht wohl fühlst, schau mal, welches Bedürfnis bei diesem Verhalten dahintersteckt. Redest du doch mehr Privates mit denen, mit denen du es eigentlich für nicht in Ordnung hältst? Liegt das daran, dass du dazugehören und nicht außen vor sein willst?

So ging es mir damals als ich neu in der Führungsposition war. Ich hatte schon Verantwortung für die Mitarbeiter, war jedoch kurz zuvor noch selbst Mitarbeiter und nicht Manager. Mir fiel es schwer, diesen Schritt der Distanz zu gehen. Denn vorher hatte ich mich als Teil des Teams gesehen und das wollte ich bleiben.

Am Ende einiger Tage dachte ich mir jedoch, dass das zu viel Privates gewesen war und dass ich eben doch auf mehr Distanz hätte achten sollen. Es lag daran, dass ich dachte, dass ich so eher Bestandteil des Teams wäre. Hier ging es mir also um Zugehörigkeit.  Ich bin in dem Moment in eine andere Rolle gerutscht. Aber das war jetzt nur ein Beispiel.

Ich meine jetzt nicht, dass du dich als Manager nicht privat geben darfst. Du solltest dabei jedoch darauf achten, was noch passend ist und was nicht. Eine generelle Regel gibt es dazu nicht, meiner Meinung nach. Du bist hier derjenige, der die Regeln für dich selbst aufstellt, ggf. in Abstimmung mit internen Firmenregeln.

Rollenbewusstsein

Bist du dir deiner Rolle bewusst und sicher, was das für dich bedeutet, dann verhältst du dich auch anders. So bekommst du ein anderes Standing und strahlst mehr Klarheit aus. Entscheidungen zu treffen fällt dir auch leichter, wenn du dir in dem Moment klar machst, in welcher Rolle du dich befindest und mit welchen Aufgaben sie verbunden sind. Auch dazu kannst du dir eine Liste aufsetzen.

Heißt das jetzt, dass du ständig andere Masken aufhast?

Nein. Alle diese Rollen sind Bestandteil deiner Persönlichkeit. Das bist immer du. Doch du vertrittst unterschiedliche Interessen. Zum einen repräsentierst du deine Firma und ihre Werte, beispielsweise, wenn du eine Firmenpräsentation hältst. Zum anderen sprichst du stellvertretend für deine Mitarbeiter, wenn du mit der Geschäftsleitung über ihre Wünsche und Anregungen sprichst.

In allem sollte deine persönliche Note mitschwingen. Deine Begeisterung für deine Arbeit, deine Leidenschaft für Gerechtigkeit oder was dich auch immer so besonders und großartig macht, zeichnet dich in den verschiedenen Rollen aus.

Visualisierung

Du kannst dir die Rollen bildlich vorstellen als Jacke, die du dir anziehst oder Hut, den du dir aufsetzt. So wird es für dich bildlicher. Im Idealfall hast du dir vorher darüber Gedanken gemacht, zu welcher Rolle welche Aufgaben gehören. In der Pause kannst du für dich entscheiden, ob du deine „Private Mütze“ aufsetzt und mit der Kollegin über deinen neuen Freund sprechen willst oder eben doch eher unter der „Führungsmütze“ bleibst und nichts so Privates ansprichst.

Vorgehen für mehr Klarheit zusammengefasst:

  1. Was sind deine Rollen?
  2. Was zeichnet diese Rollen aus?
  3. Welche Erwartungen sind mit den einzelnen Rollen verbunden? von dir/anderen
  4. Welche Aufgaben sind mit den einzelnen Rollen verknüpft?
  5. Mütze/Jacke als Visualisierung

 

Alles Liebe

Susanne

 

Linkliste: 

Superheld Führungskraft

Umgang mit Stress

 

Hier kannst du dir den Blogartikel auch anhören:

von Susanne Lorenz wirksam kommunizieren | Neu in der Führungsposition

 

Und hier gibt es ein kurzes Video dazu:

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