Susanne Lorenz lächelnd

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Yeah! Genau heute vor neun Jahren habe ich mich selbständig gemacht! Es ist echt unglaublich, wie die Zeit vergeht und was in den Jahren alles so passiert ist in meinem Leben. Nie hätte ich gedacht, dass das alles so kommt.

Selbständigkeit seit 2012

Was sich seit 2012 alles änderte

Seit ich mich damals selbständig gemacht habe, hat sich viel in meinem Leben und Arbeitsleben verändert. Auch meine Werte sind nun anders und meine Persönlichkeit ist auch nicht mehr so wie früher.

Wie kam ich zur Selbständigkeit?

Bevor ich mich dazu entschieden habe, arbeitete ich als Führungskraft im Einzelhandel. Dort startete ich neben meinem Studium der Anglistik und Germanistik und merkte, dass mir das Studieren nicht wirklich Spaß macht. Mit den Menschen am Arbeitsplatz fühlte ich mich viel wohler. Also beendete ich mein Studium 2005 und arbeitete mich hoch zur Führungskraft. Je mehr Verantwortung man hat, desto leichter wird es, Entscheidungen zu treffen und Dinge zum Positiven zu verändern. Das war meine Idee damals. Haha, darüber muss ich jetzt echt lachen, wenn ich das schreibe.

Es kam anders. Ich fühlte mich nicht mehr wohl im Einzelhandel. Zu viel passierte um mich herum, das nicht zu meinen Werten passte, denn die hatten sich geändert. Mitarbeiterfreundlichkeit wurde mir als Schwäche ausgelegt, einige Regeln dienten eher dazu, das Team „auszubeuten“, anstatt respektvoll mit ihm umzugehen. Das passte einfach nicht zu mir!

 

Also wagte ich den Schritt raus aus dem Einzelhandel. Ich machte eine Weiterbildung zur Personalreferentin, den Trainer- und den Ausbilderschein. Nach einem kleinen katastrophalen Intermezzo als Personalreferentin, machte ich mich selbständig. In der letzten Anstellung lernte ich eine Trainerin kennen, die an einer Zusammenarbeit Interesse hatte. Da machte ich zwar die erste schlechte Erfahrung, das hielt mich aber nicht davon ab, es weiter zu versuchen.

 

Wie alles begann

Bei Bildungsinstituten wie der BTA, Indisoft, Cimdata und Co gab ich diverse Trainings. Ich war noch nicht spezialisiert auf gewaltfreie Kommunikation, sondern war das Restaurant, in dem es Pizza, Fisch, Burger und auch Tacos gab 😉. Also der Bauchladen, der alles anbietet wie Kommunikation, Konfliktmanagement, Stressmanagement, Zeitmanagement und auch ganz viel Bewerbungstraining.

Doch so konnte ich ganz viel Erfahrung sammeln, auch mit unmotivierten Langzeitarbeitslosen, die vom Amt immer wieder in Kurse gesteckt wurden, um raus aus der Statistik zu sein. Das konnte ich total gut nachvollziehen, dass die keine Lust auf die Kurse hatten. Das hat mich aber zum Nachdenken gebracht und so habe ich mein Verhalten und die Inhalte angepasst. Weg vom Plan, hin zu mehr Spontanität und Abstimmung auf meine Teilnehmenden.

 

Wie die GFK in mein Leben kam

Mit der gewaltfreien Kommunikation (GFK) hatte ich schon vor meiner Selbständigkeit zu tu tun. Meine beste Freundin empfahl mir das Buch schon während des Studiums. Kurse hatte ich auch schon dazu belegt. Nun entschied ich mich, das zu vertiefen und machte eine Weiterbildung dazu, die über ein halbes Jahr ging.

Ab jetzt baute ich das Thema überall ein, wo es passte. Das passt ja glücklicherweise fast überall hin und ich wurde immer begeisterter. Mein ganzes Denken änderte sich und das hatte und hat immer noch viel Einfluss darauf, wie ich mit anderen Menschen umgehe (siehe auch Grundannahmen der GFK in der Linkliste).

 

Firmen sind ja doch nicht alle gegen ihre Mitarbeitenden!

Zu Beginn meiner Selbständigkeit wollte ich keine Seminare in Firmen geben. Meine eigene Geschichte formte in mir die Überzeugung, dass Firmen nicht wirklich an ihren Mitarbeitern interessiert sind. Sie sind „Arbeitstiere“, die machen sollen, was man ihnen sagt. Da macht es ja auch keinen Sinn, Workshops zu geben, wenn dann die Mitarbeitenden danach das nicht wirklich anwenden sollen / können. So dachte ich.

Nach meinen Weiterbildungen zum Coach hatte ich meine eigenen blockierenden Gedanken aufgelöst. Ich hatte verstanden, dass hinter dieser Überzeugung noch ganz andere Sachen steckten. Ängste, die mich blockiert haben. Firmenseminare bringen ja auch mehr Geld mit sich, als wenn man nur bei Instituten arbeitet. Was macht das mit mir und meinem Leben? Schließlich komme ich aus einfachen Verhältnissen.

Zu meiner Familie habe ich mich nicht so richtig zugehörig gefühlt. Schließlich war ich die Einzige, die studiert hat, ich war immer ruhiger als die anderen und benahm mich anders. Was passiert, wenn ich jetzt erfolgreich werde, mehr Geld habe und mich noch mehr verändere? Wie wirkt das sich auf die Freundschaft mit meiner besten Freundin aus? Die hatte ja auch bereits Bedenken als ich Filialleiterin wurde.

Oh man, ich machte mir das bewusst, arbeitete daran im Rahmen der Coaching Ausbildung und löste die Befürchtungen auf. Ich habe nun auch eine andere Beziehung zu Geld und nutze dieses gerne, um anderen zu helfen 😉.

 

Mein erster Firmenauftrag

Kurz danach meldetet sich Vattenfall bei mir! Ob ich Interesse an einer Zusammenarbeit hätte, fragte mich die Dame! Das war 2015. So kam ich zu meinem ersten Workshop zum Thema Visualisierung am Flipchart und konnte mir beweisen, dass ich auch gut genug für Firmen bin. Das war der Start für die Trainings in kleineren und größeren Firmen. Mein Schwerpunkt entwickelte sich in zwei Richtungen: zum einen gab ich Visualisierungsworkshops, zum anderen Kurse rund um das Thema gewaltfreie Kommunikation. Bei den Instituten arbeitete ich dann gar nicht mehr.

 

Hereinspaziert!

In den folgenden Jahren bot ich auch immer wieder eigene offene Kurse zu meinen Themen an. Dazu mietete ich entweder Räume an für einzelne Tage oder ich mietete Räume, die dann nur für mich waren. Doch letzteres stellte sich als zu aufwendig dar, so dass ich das dann doch wieder in einzeln angemieteten Räumen durchführte.

Diese Kurse biete ich immer noch an, überwiegend für die Mitarbeitenden, die nicht in den Firmenseminaren waren wegen Krankheit, Urlaub etc. Das finde ich einfach sehr praktisch, denn sonst fehlen immer einzelnen aus dem Team die Kenntnisse der anderen. Mittlerweile sind meine offenen Kurse überwiegend online und auch nur noch in kurzen knackigen Formaten und nicht mehr ganztägig. Das kommt gut an und lässt sich besser in den Arbeitsalltag integrieren.

 

Mein erstes Buch!

Seitdem ich schreiben kann, wollte ich immer etwas veröffentlichen! Als Teenager schrieb ich Horror- und Fantasy Geschichten. Das Studium hatte zuerst das Ziel, in den politischen Journalismus zu gehen. Schreiben liegt mir im Blut! Also war es für mich klar, dass nun Zeit für ein Buch ist. Wenn ich etwas Neues lerne, schaue ich immer, wie ich es mit meinem bisherigen Wissen vereinen kann. Wo und wie passt das zusammen?

Deswegen findest du in meinem Buch „Superkräfte für Führungskräfte – gewaltfreie Kommunikation im Beruf“ auch noch andere Techniken, mit denen sich die GFK wunderbar kombinieren lässt. Ich gehe auch auf die Zusammenhänge der gewaltfreien Kommunikation mit dem vier Seiten Modell von Schulz von Thun ein 😉.

Mein Ziel bei dem Buch war auch, dass sich auch jede Führungskraft mit dem Thema praxisnah beschäftigen kann, nicht nur die, für die das von der Firma bezahlt wird. Schließlich will ich die GFK so verbreiten, dass sie auch wirklich anwendbar ist. Denn wenn man sich immer an die Regeln hält, wird es schwierig und dann kann deine Sprache sehr hölzern wirken.

 

SL-Training wird zu wirksam kommunizieren

Meine Firma hatte sich verändert und auch der Fokus war neu: gewaltfreie Kommunikation im Business speziell für Führungskräfte und ihre Teams. Da das übergeordnete Thema nicht Training, sondern Kommunikation ist, entstand der Firmenname „Susanne Lorenz wirksam kommunizieren“.

Ein neues Design für die Website und auch alles drum herum wie die Visitenkarten musste her. Gut, dass ich seit 2016 beim BNI war und hier einigen Support von den Experten bekam.

 

Klein aber fein!

Mit der Zeit merkte ich, dass ich lieber mit kleinen Firmen arbeite. Denn bei den großen dauern die Prozesse viel länger und manche Veränderungen werden gar nicht angestoßen. Bei Unternehmen, die bis zu 60 Mitarbeiter haben, fühle ich mich am wohlsten. Strabag, AOK, McDonalds und Co hatte ich für mich und mein Ego „gesammelt“. Das ist schon toll, wenn man mit diesen Kunden angeben kann, auch für die Webseite ist das praktisch. Doch was sagt das letztlich über mich und meine Leistung aus? Ich kann anhand von meiner Erfahrung nicht sagen, dass die Ansprüche unterschiedlich sind bei kleineren und größeren Firmen.

 

Weg vom Bling Bling

Ich merkte auch, dass sich wieder meine Werte änderten und dass der große Erfolg mich davon abgelenkt hat, was wirklich wichtig ist im Leben. Und das ist nicht Geld. Zumindest nicht für mich. Klar habe ich es genossen, mir alles leisten zu können. Ich habe mir auch endlich eine tolle Website von einer Agentur für viel Geld machen lassen. Das war ein lang gehegter Wunsch.

Durch die viele Arbeit jedoch, hatte ich kaum noch Zeit für alles andere und mich selbst hatte ich auch gar nicht auf dem Schirm ☹. Corona hat mich geerdet, dazu habe ich im letzten Blog von mir schon einiges geschrieben (Mehr Selbstbewusstsein durch die Krise).

 

Mehr Achtsamkeit

Vier bis fünf Trainings wie in 2018 bis 2019 werde ich wohl nie wieder in der Woche geben. wozu auch? Ich genieße es, nun das Leben zu führen, das ich mir vorstellte, als ich mich selbständig machte. Natürlich ist das auch möglich, weil ich Stammkunden habe und auch ohne viel Akquise immer wieder Anfragen über Google und Co bekomme. Das ist mir durchaus bewusst, dass ich mich auf meinem Fleiß der letzten Jahre nun etwas ausruhen kann.

Wie schön es ist, kann ich kaum beschreiben. Die Abwechslung von Trainings halten, coachen, Tagen, an denen ich Workshops vorbereite oder ähnliches und Zeiten, in denen ich einfach mal nichts mache, macht mein Leben so viel lebenswerter als vorher.

Die Natur tut mir gut. Mit meiner Mutter und ihren Hunden im Garten zu sein, entschleunigt mich. Mit Freunden oder auch der Familie gemeinsam zu essen und sich auszutauschen ist auch für meine Seele wichtig.

 

Neun Jahre sind um

 

Es hat sich also viel bei mir getan. Die Themen sind konkreter geworden. Bei Instituten arbeite ich gar nicht mehr, bin nur noch in Firmen. Hier bevorzuge ich mittlerweile die kleinen Unternehmen, die auch längerfristig mit mir zusammenarbeiten. Anstatt lange Tage mache ich überwiegend kurze Module, die nur einige wenige Stunden dauern.

Die GFK hat mein Leben umgekrempelt. Ich habe eine glückliche Beziehung, habe den Dauergroll mit meiner Mutter überwunden und ein liebevolles Verhältnis zu ihr. Auf mich und das, was mich glücklich macht, achte ich viel mehr. Mir habe ich alles bewiesen, was mir gefehlt hat und kann nun entspannt die nächsten Jahre meiner Selbständigkeit genießen.

 

Ich habe diesen Blogartikel auch geschrieben, um dich dazu zu animieren, mal über deine eigene Entwicklung nachzudenken. Schaue dir doch mal deine Werte an und ob du diese auch lebst...

 

Alles Liebe

deine Susanne

 

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