Wie kannst du deine Ziele erreichen? Geht es dir auch so, dass du immer wieder große Ziele hast, du voller Tatendrang bist und dann doch nichts passiert? Entweder dir fehlt der Mut, anzufangen oder du verlierst mittendrin die Kraft zum Weitermachen?

Ziele erreichen durch die richtige Formulierung

Da bist du nicht allein, so geht es vielen Menschen. Das liegt oft daran, dass wir auch Ängste haben, die mit dem Ziel verbunden, uns aber nicht bewusst sind. Wenn wir diese Befürchtungen verstehen, wissen wir, warum unser Ziel bisher unerreicht ist. Es kann auch sein, dass du blockierende Überzeugungen hast, die dir im Weg stehen und die du zuerst auflösen solltest (siehe Linkliste Byron Katie).

Aber es muss nicht immer an Blockaden liegen. Es kann auch sein, dass du dein Ziel einfach unpassend formuliert hast. Damit du deine Ziele erreichen kannst, bekommst du im Folgenden Tipps für die passende Formulierung.

 

SMARTe Zielformulierung

SMARTe Zielformulierung! Vielleicht sagst du jetzt, das kenne ich schon! Doch wie oft hast du sie wirklich bei deinen eigenen Zielen angewendet? Diese Vorgaben helfen dir dabei, dass du ein gut formuliertes Ziel hast, das dich nicht demotiviert und für dich auch ohne fremde Hilfe erreichbar ist.

Wofür stehen nun also die einzelnen Buchstaben?

 

S wie spezifisch

Es geht darum, dass du dir dein Ziel ganz genau und detailliert aufschreibst. Jemand Schlaues sagte mal, „wer schreibt, der bleibt“, also schreibe es definitiv auf. Das hilft bei der Verwirklichung deiner Ziele.

 

„Ich will einen anderen Job.“ „Ich will mich verändern.“ „Ich möchte mehr verdienen.“

 

All das ist nicht sehr konkret. Das ist, wie wenn du in dein Navigationsgerät „Berlin“ eingibst. Dann kommst du irgendwo in Berlin an, aber nicht genau dort, wo du hin willst.

 

„Ich will einen anderen Job in der gleichen Branche.“ „Ich will mich beruflich verändern.“ „Ich möchte 200 Euro mehr verdienen.“

 

Das ist schon konkreter. Nun kommst du in einem bestimmten Bezirk raus, wie Steglitz oder Charlottenburg. Doch bekommen wir das noch konkreter hin? Ja, auch wenn es manchmal zeitaufwändig ist.

 

„Ich will eine Führungsposition in meiner Branche mit circa 20 Mitarbeitern“ oder auch „Ich will Verantwortung für eine größere Abteilung in meiner Firma übernehmen.“

 

Siehst du den Unterschied? Natürlich wird das nun durch die weiteren Buchstaben ergänzt. Achte auch darauf, dass du hier keine Weichmacher einfügst, wie „vielleicht“, „ich glaube, ich möchte“ etc.

 

M wie messbar

Wenn du soweit bist, ist die Frage, woran kannst du messen, dass du dein Ziel erreicht hast? Gibt es Zahlen, die das belegen können? Geht es um eine Steigerung deiner Produktivität, dass du mehr Kunden generierst oder ähnliches, ist das noch leicht. Geht es um einen neuen Job, kannst du den Erfolg messen, wenn du den Vertrag in der Hand hast (besonders, wenn dein Ziel war, mehr zu verdienen und du dir eine konkrete Summe vorgenommen hast).

 

„Ich will eine Führungsposition in meiner Branche mit circa 20 Mitarbeitern“ oder auch „Ich will Verantwortung für eine größere Abteilung in meiner Firma übernehmen“ sind beide messbar.

 

20 Mitarbeiter kannst du zählen und was größer ist als deine jetzige Abteilung auch. Hier könnte man allerdings noch spezifizieren, wieviel größer die Abteilung sein sollte.

In manchen Bereichen ist es schwieriger, wie wenn dein Ziel ist, zufriedener zu sein. Wie willst du das messbar machen? Allerdings haben wir Coaches die Angewohnheit, Dinge messbar zu machen durch eine Skalierungsfrage. Also beispielsweise: wie zufrieden bist du momentan mit deinem Arbeitsleben auf einer Skala von 0 bis 10, wobei 0 „gar nicht“ bedeutet und 10 „es könnte nicht besser sein“? Damit kannst du Dinge messbar machen, die man nicht anhand von Stunden, Euro oder Kilos messen kann.

 

A wie angemessen

A steht für angemessen oder attraktiv. Hier macht es Sinn, wenn du ehrlich zu dir selbst bist. Empfindest du dieses Ziel als angemessen oder liegt es doch etwas zu hoch? Du sollst dich angemessen motivieren und herausfordern, ohne dass du dabei das Ziel zu hoch setzt. Denn wenn du das nicht erreichst, demotiviert dich das und das führt oft dazu, dass Menschen nicht weiter machen.

 

R wie realistisch

Wie realistisch ist dieses Ziel für dich? Ist es wirklich machbar oder müsstest du etwas kleiner anfangen? Schaffst du es beispielsweise direkt von einer Anstellung in die komplette Selbständigkeit? Oder wäre es für dich realistischer, zuerst eine Teilzeitstelle zu haben, also vielleicht deine Stunden zu reduzieren und dir nebenbei die Selbständigkeit aufzubauen?

Hier bekomme ich immer wieder die Frage, ob „angemessen“ und „realistisch“ identisch sind. Meine Antwort lautet, dass die beiden Aspekte nahe beieinander liegen, es jedoch schon Unterschiede gibt.

So kannst du etwas als angemessen empfinden und es ist dennoch nicht realistisch. Und etwas könnte realistisch sein, doch für dich ist es nicht angemessen.

Du könntest eine Gehaltserhöhung von 50% für angemessen halten, weil du neue Qualifizierungen mitbringst und mehr Verantwortung trägst als noch vor einem Jahr. Dennoch wage ich es zu behaupten, dass das nicht unbedingt realistisch ist, dass dein Chef dir solch eine Gehaltserhöhung zukommen lässt.

Vielleicht wäre es für dich realistisch, in einem Monat drei Qualifizierungen zu machen, weil du weniger schlafen und deine Hobbys vernachlässigen könntest. Doch ob das auch attraktiv oder angemessen für dich wäre?

 

T wie terminiert

Wie realistisch etwas für dich ist, ist auch abhängig von der Zeitspanne, die du dir gibst. Dein Ziel sollte eine Zeitvorgabe haben. Denn bis wann willst du denn den neuen Job, Abteilungsleiter sein oder eine neue Wohnung haben? Dabei sollte der Zeitrahmen nicht zu weit in der Ferne liegen (nicht weiter entfernt als drei Monate).

Große Ziele kannst du in kleinere aufsplitten, damit du schneller Erfolgserlebnisse hast, die dich dann auch wieder motivieren, weiterzumachen.

Das Beispiel von oben könnte lauten: „Bis zum Ende des Jahres werde ich in Berlin als Führungskraft in einer Firma meiner Branche mit circa 20 Mitarbeitern arbeiten.“

 

Positiv formuliert

Zusätzlich hat dein Ziel mehr Kraft, wenn du es ohne Verneinung formulierst, also positiv. Nicht „ich möchte kein Angestellter mehr sein“, sondern „ich will eine selbständige Tätigkeit“. Unser Gehirn funktioniert nämlich so, dass es sich ein „nicht“ oder „kein“ nicht vorstellen kann.

 

Reicht die smarte Zielformulierung?

Deine Ziele smart zu formulieren ist der erste richtige Schritt, wenn du weißt, was du willst. Klar, auf manche Dinge haben wir nur bedingt Einfluss, deswegen solltest du auch das nicht außer Acht lassen, wenn du deine Ziele formulierst.

Also greife nun zum Stift und schreib dir deine drei wichtigsten Ziele smart auf:

Spezifisch
Messbar
Angemessen
Realistisch
Terminiert

Ich freue mich auf deinen Bericht, wie deine Ziele lauten! Hinterlasse dazu einfach einen Kommentar unten in dem Feld oder schreibe mir.

Alles Liebe

deine Susanne

 

Linkliste:

5 Tipps zum richtigen Formulieren von Bitten

Byron Katies vier Fragen, die Dein Leben verändern können

 

Hier kannst du dir den Blogartikel auch anhören:

 

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