Kommunikationstraining Berlin

Unternehmerinnen tauschen sich aus auf Augenhöhe

Anklamer Straße, Samstag um 9.30 Uhr. Es herrscht ein reges Treiben, voller Spannung und guter Laune sammelt frau sich und kann die Vergabe der Namensschilder kaum erwarten. Ich bin bepackt mit Flipchartköcher und Wolf und Giraffe und freue mich auf meinen Workshop gewaltfreie Kommunikation.

Wo bin ich dieses Wochenende? Bei der WEC-Convention 2016. Wofür steht die Abkürzung? Für den Woman Entrepreneur Club. Zum 10. Mal treffen sich Unternehmerinnen zum persönlichen Kennenlernen, Austausch ihrer Expertise durch Workshops und, um Kooperationspartnerinnen zu finden. Zeit miteinander zu verbringen und Spaß zu haben sind ebenfalls wichtig.

Ich freue mich auf viel Wissensaustausch, auf nette und offene Frauen, auf ein wertschätzendes „Du“ und Kontakt auf Augenhöhe. So, wie ich es mag und es auch mit der gewaltfreien Kommunikation verbinde. Denn hier geht es auch darum, dass man sich aufeinander einlässt, sich gegenseitig zuhört und echtes Interesse miteinander verbindet. Statt sich gegenseitig Dinge zu unterstellen und zu glauben, man wisse eh, was der andere denkt und warum er so handelt, wie er es nun einmal tut.

 

Gute Organisation ist das A und O

Dass das Ganze gut strukturiert ist, zeigt sich bereits auf dem Weg zum Veranstaltungsort. Die Beschilderung hilft, den richtigen Eingang und auch das Stockwerk zu finden. Der Ablaufplan hängt glücklicherweise gut sichtbar aus und ist oft Sammelstelle für den Austausch. Wer geht wohin? Das ist nicht immer leicht, da simultan interessante Workshops laufen.

Bei dieser Convention gibt es vorher festgelegte Seminare zu verschiedenen Themen und open space Einheiten, die parallel sind. So können sich die Teilnehmenden entscheiden, was ihnen eher liegt. Ich bin nicht ganz so flexibel, da ich um 14.00 Uhr dran bin mit meinem Workshop gewaltfreie Kommunikation.

Um 9.30 Uhr geht es los. Erst die Einleitung, was passiert heute alles? Die Regeln für den open space Part werden erklärt: jeder kann ein Thema vorschlagen, man kann aus den Sitzungen jederzeit gehen, wenn man merkt, dass es doch nicht das richtige Thema ist oder eben, weil parallel noch etwas anderes Interessantes angeboten wird.

 

Workshopangebot

Gehe ich zu „Einzigartigkeit-ach was!“, wo es um das Thema Alleinstellungsmerkmal und Positionierung geht oder doch eher zum Workshop „Video als Werkzeug für Kompetenzvermittlung“? Ich entscheide mich für ersteres und bekomme durch die richtigen Fragen neue Anreize für meine Website.

Um 14.00 Uhr ist es dann so weit. Nun bin ich selbst als Workshopleiterin aktiv und gebe den Frauen eine Einführung in die gewaltfreie Kommunikation.

Als Einleitung finde ich es sinnvoll, etwas zum Nutzen dieser Methode, die mit einer wertschätzenden Haltung verbunden ist, zu sagen. Was bringt es mir, gewaltfrei zu sprechen? Wann wende ich das an? Wenn mir mein Gegenüber wichtig ist und ich konstruktiv kommunizieren möchte. Wenn ich mir der Konsequenzen bewusst bin, die es haben kann, wenn ich jetzt „ausraste“. Dann nehme ich mir die Zeit und mache mir die Mühe, zu reflektieren und mich nicht auf „Kampf“ oder „Flucht“ zu versteifen. Natürlich hat es aber auch etwas damit zu tun, wie es mir gerade geht und ob ich mich und meine Emotionen kontrollieren kann und möchte.

Anschließend gehe ich darauf ein, was eigentlich gewaltvoll an der Sprache ist und warum der Wolf als Symbol dafür steht. Was macht die gewaltfreie Sprache aus und warum sprechen wir hier auch von der Giraffensprache? Schnell bekomme ich viele Fragen gestellt, die uns tiefer in die Materie eintauchen lassen.

90 Minuten reichen natürlich nicht, um alle Facetten zu zeigen und ausführliche Übungen zu machen. Doch ich bekomme tolles Feedback und sehe auch, dass bei manchen die „Gehirne rattern“. Auf jeden Fall habe ich Denkanstöße gegeben und zum Nachdenken animiert.

 

Workshops und mehr

Nun ist wieder Pause. Im Foyer sammeln sich alle, tauschen sich aus, viele interessante Gespräche werden geführt. So wird es laut. Über die vielen lächelnden Gesichter freue ich mich. Schön, dass hier so viel gute Laune herrscht und man miteinander lachen kann. Die Stimmung passt und die Neugier ist fast spürbar.

Im letzten Workshop mache ich noch „Körperarbeit mit Körper und Stimme“ mit. Hier müssen wir uns mal nicht konzentrieren auf Inhalt und Notizen machen. Hier spüren wir unseren Körper und können uns mal auf etwas Neues einlassen. Für mich ein wunderbarer Ausklang.

Zum Abschluss wird den Veranstalterinnen gedankt und auch wir Workshopleiterinnen bekommen ein kleine zauberhafte Tüte mit Geschenken.

Für mich war es ein gelungener Tag, mit tollem Feedback, mit viel Input, Denkanstößen und Gesprächen auf Augenhöhe. Und natürlich neuen Kontakten. Vielen Dank!