Kommunikationstraining Berlin Lampenfieber

Lampenfieber ade?

 

Du hast Dich vielleicht auch schon gefragt, „Wie kann es sein, dass ich so viel Angst vor so einer kleinen Sache habe, wie eine Präsentation zu halten? Schließlich habe ich doch schon ganz andere Sachen geschafft!“

Ich sage Dir, warum Du Angst hast und warum Du keine Angst haben musst. Zuerst einmal liegt es an der Sache an sich. Bei einer Präsentation steht eine Person, ein Präsentator, vor einem Publikum und präsentiert in mündlicher Form strukturierte und visualisierte Inhalte. Hier finden wir gleich mehrere Gründe für die Angst vor dem Präsentieren.

 

 

Erstens, wir stehen dabei vor einem Publikum. Das heißt, andere Menschen schauen uns dabei zu, wie wir etwas vortragen. Viele Menschen stehen nicht gern im Mittelpunkt, da sie nicht wissen, wie sie sich dann verhalten sollen. Schließlich können die anderen auf alles achten, was wir sagen, wie wir uns bewegen, jeder ach so kleine Fehler wird gesehen.
Das ist normal, jeder macht sich darüber Gedanken. Eine gute Vorbereitung ist das A und O und sehr hilfreich.

 

Zweitens präsentieren wir mündlich. Hast Du vielleicht die Befürchtung, dass Du den Text vergessen und Dich blamieren könntest? Wirst Du von anderen angeschaut und denkst, die können es besser oder die langweilen sich? Manuskripte unterstützen Dich dabei, den Inhalt in der richtigen Struktur zu behalten. Diese Manuskripte kannst Du zur Not auch während Deiner Präsentation nutzen.

 

Denkst Du drittens, dass Deine Medienkenntnisse nicht ausreichen und Deine Visualisierungen nicht ansprechend genug sind? Lässt Du diese deswegen lieber weg, benutzt nur Text und keine Bilder? Auch darüber musst Du Dir keine Gedanken mehr machen. Hier geht es nicht um Perfektion. Fehler sind erlaubt und machen sympathisch. Du kannst mit einfachen Strichen Gesichter und Menschen zeichnen und dadurch Emotionen und Bewegungen darstellen. Wenn Du das üben möchtest, schaue doch mal auf meine Termineseite, ich biete regelmäßig dazu Seminare an.

 

Verstehe mich nicht falsch, Lampenfieber an sich ist etwas Gutes, denn hier steckt Adrenalin und somit viel Kraft, die uns auch dabei hilft, uns zu konzentrieren und aufrecht und mit gespannter Körperhaltung zu stehen. Für den Fall, dass Lampenfieber bei Dir stark ausgeprägt ist, findest Du anschließend weitere Tipps.

 

 

1. Hinterfrage Deine Erwartungen

Was ist der Grund für unsere Nervosität? Meistens stellen wir sehr hohe Erwartungen an uns und denken, dass dies bei den anderen ebenfalls der Fall ist. Können wir diese erfüllen? Hilfreich ist hier die Frage: „Was kann im schlimmsten Fall passieren?“ Ist es wirklich ein Weltuntergang, wenn Du etwas vergisst? Was Du ganz konkret sagen willst, weiß keiner. Wenn Du etwas vergisst, merken es die meisten nicht. Versprichst Du Dich, ist das nur menschlich. Glaub mir, die meisten Zuhörer finden es eher charmant und nur allzu menschlich, wenn Du Dich ab und zu versprichst oder Dir nicht immer gleich das richtige Wort einfällt.

 

 

2. Sei vorbereitet

Dazu gehört nicht nur, dass Du Deinen Text kennst, sondern auch den Raum kennst, weißt, wo die Materialien sind. Hast Du einen Ersatz für Deine Power Point Präsentation und auch Batterien u.ä. dabei? Erstelle einen Plan B, falls Du von Technik abhängig sein solltest. Was macht es mit Dir, wenn Du merkst, dass ein Stromausfall oder ähnliches passiert? Musst Du dann absagen oder kannst Du auf andere Mittel und Wege zurückgreifen? Beispielweise könntest Du Moderationskarten vorbereiten, die Du entweder auf ein Flipchart klebst oder mit Magneten ans Whiteboard bringst. Drucke Dir auf jeden Fall Deine Präsentation als Handzettel aus, denn den kannst Du sonst auch für Dein Publikum kopieren.

Überlege Dir auch gut, wie Du auf Zwischenfragen und Zwischenrufe reagieren willst. Bereits zu Beginn der Präsentation kannst Du das Publikum darum bitten, sich Fragen zu notieren und sie am Ende zu stellen. Meist klären sich diese im Folgenden. Je unabhängiger Du von Störungen bist, desto sicherer fühlst Du Dich und so geringer wird Dein Lampenfieber sein.

 

 

3. Probe Deinen Auftritt

Nutze Deine Freunde und Bekannte als Publikum, um zu üben und ein ehrliches Feedback zu erhalten. Sie können nicht nur sagen, wie Du auf sie wirkst, ob die Kleidung passt oder das Make-up, sondern auch, ob Du inhaltlich verständlich warst. Oft gehen wir von uns selbst aus, benutzen Begriffe, die wir nicht erklären und von denen wir denken, dass sie selbstverständlich sind. Vielleicht tauchen hier auch Fragen auf, an die Du im Vorfeld gar nicht gedacht hast.
So kannst Du Dich darauf einstellen, dass diese Fragen vielleicht auch aus dem Publikum gekommen wären. Damit kannst Du auch Deine Präsentation strukturieren. „Vielleicht stellen sie sich hier die Frage… gern gehe ich im Folgenden darauf ein.“

Ebenfalls sehr hilfreich ist es, wenn Du Dich mit einer Kamera aufnimmst und Dir das Video anschaust. Da wir uns nicht selbst sehen, außer, wenn wir vor dem Spiegel stehen, kann ein Video Aufschluss darüber geben, wie Du wirkst. So kann es sein, dass Du merkst, dass Du bestimmte Gesten immer wieder verwendest oder auch ein Wort oft wiederholst, was Dir vorher nicht bewusst war.

 

 

4. Nutze Entspannungstechniken

Auch Stars, die immer wieder auf der Bühne und vor großem Publikum stehen, verspüren immer noch eine gewisse Aufregung, wenn Sie auftreten. Die meisten Menschen sind vor der Präsentation aufgeregt, stehen sie aber erst mal „auf der Bühne“ wird es schnell besser. Hilfreich ist es, wenn Du Dir vorher gut zusprichst und sich selbst anlächelst im Spiegel. Das sorgt für eine positive Ausstrahlung.

Bist Du allerdings sehr aufgeregt und bekommst sogar zittrige Hände, gibt es auch diverse Entspannungstechniken, die helfen, das in den Griff zu bekommen. Kurzfristig hilft, vorher mehrmals tief ein und auszuatmen oder auch die Hand anzuspannen und wieder zu entspannen.

Weiterhin gibt es Methoden, die etwas Übung bedürfen und einen langfristigen Erfolg der Entspannung versprechen. Beispielsweise sind hier zu nennen: die Ankertechnik, autogenes Training oder auch progressive Muskelrelaxation (sukzessive Anspannung und Entspannung aller Muskelgruppen von Kopf bis Fuß).

 

 

5. Überprüfe Deine blockierenden Gedanken

Frage Dich, was Dich konkret blockiert. Welcher Gedanke ist es? „Die starren mich alle an.“ Eine Methode, die hier helfen kann, ist The Work von Byron Katie. Dazu habe ich bereits mehrere Blogartikel geschrieben. Hier nun ein Beispiel zum Thema Nervosität:

„Ist das wahr, dass mich alle anstarren?“ Ja.

„Kann ich mir wirklich sicher sein, dass mich alle anstarren?“ Nein. Vielleicht tun es einige, alle wahrscheinlich nicht. Und die wenigen schauen mich bestimmt auch nicht die ganze Zeit an.

„Wie reagiere ich, wenn ich an dieser Überzeugung festhalte, dass mich alle anstarren?“ Ich bin unsicher, fühle mich nicht wohl und möchte ungern präsentieren oder im Mittelpunkt stehen.

„Wer wäre ich, wie ginge es mir ohne diese Überzeugung?“ Ich würde mich sicherer fühlen, mich wohl fühlen, Lust bekommen zu präsentieren und es einfach auszuprobieren.

So oder ähnlich könnten die Antworten sein. Sie können Dir helfen, zu hinterfragen, wie wahr Deine belastenden Gedanken sind, die dazu führen, dass Du nervös bist. Probiere es einfach mal aus und schau, was passiert. Denk dran, Übung macht den Meister. Also übe, übe, übe und nutze jede Gelegenheit zu präsentieren.

 

Magst Du gern mehr zu meinen Themen wissen?

Abonniere hier kostenlos meinen Newsletter:

Du hast Dich erfolgreich angemeldet!