Fragst du dich immer mal wieder, auf was sollte ich eigentlich besonders achten, wenn ich präsentiere? Erfolgreich präsentieren– was gehört dazu? Ist der Inhalt das Ausschlaggebende?

Erfolgreich präsentieren- was ist am wichtigsten?

Das Thema Präsentation beschäftigt nicht nur mich, sondern auch immer wieder meine Teilnehmer. Regelmäßig stehe ich selbst vorn als Trainer oder als Dozent. Meistens habe ich das Thema gewaltfreie Kommunikation, um die interne Kommunikation in Firmen zu verbessern. 

 

Aspekt Visualisierung

Meine zweite Leidenschaft ist das Thema Präsentation. In meinen offenen Seminaren fokussiere ich die Visualisierung. Wie schaffe ich es, anschaulich und überzeugend zu visualisieren? Da die meisten Menschen visuell geprägt sind, macht es Sinn, den wichtigsten Inhalt auch zu visualisieren. So merken sich die Anwesenden besser das Gesagte.

Sind meine Stifte jedoch fast leer und meine Schrift eher unleserlich, kann der Inhalt noch so gut sein, die schlechte Visualisierung bleibt in Erinnerung. So bin ich der Meinung, durch eine ansprechende Gestaltung drücke ich auch als Präsentator meine Wertschätzung gegenüber meinem Publikum aus.
Doch die Visualisierung ist nur ein wichtiges Element einer Präsentation. Betrachtet werden sollte auch das  Zusammenspiel von Inhalt, Sprache und Körpersprache.

 

Ist es nur der Inhalt, der zählt?

Meistens ist es so, dass nicht der Inhalt ausschlaggebend ist, sondern eher der sprachliche und körpersprachliche Part der Präsentation. Beides wird jedoch durch unsere Stimmung stark beeinflusst. Das heißt, dass  Aufregung unsere Sprache und unsere Körpersprache negativ beeinflussen kann. Unsere Wirkung auf andere kann dadurch weniger professionell sein. So finde ich, dass du als Präsentator der wichtigste Aspekt bist. Du kannst nur überzeugend wirken, wenn du von dir selbst überzeugt bist und auch eine gewisse Leidenschaft für das Thema mitbringst.

 

Erfolgreich präsentieren mit Lampenfieber?

Wie schaffst du es, selbstbewusst zu wirken anstatt nervös? Wenn du dir deiner selbst bewusst bist und nur angenehm aufgeregt bist, kannst du auch bewusster mit der Sprache und der Körpersprache arbeiten. Du kannst sie gezielter einsetzen, um deinen Inhalt und das Wichtigste zu betonen. Durch eine unterstreichende Geste, durch eine bewusst gesetzte Pause kannst du viel bewirken.

Die meisten aufgeregten Menschen tendieren dazu, schneller und höher zu sprechen. Das wirkt nicht sehr überzeugend.
Ich meine nicht, dass wir nicht aufgeregt sein dürfen. Eine gewisse Anspannung, also Lampenfieber, ist sogar gut, damit wir fokussiert sind auf unser Thema. Für einige ist es jedoch eine Herausforderung, vorn zu stehen oder generell vor einer Gruppe zu sprechen.

Je stärker diese Aufregung ist, desto unprofessioneller können wir wirken. Weil wir eher Einzelheiten vergessen, die Reihenfolge durcheinander bringen oder uns versprechen. Nun kommt es natürlich auch immer wieder darauf an, in welchem Kontext du dich befindest, um welches Thema es geht und wie fit du im Thema bist.

Gegen Lampenfieber gibt es glücklicherweise noch einiges mehr, so findest du auch Tipps im Artikel 5 Tipps gegen Lampenfieber (siehe Linkliste) und auch Byron Katies vier Fragen helfen dir, deine blockierenden Gedanken zu hinterfragen. Dadurch bekommst du mehr Leichtigkeit und kannst deine Ansprüche überprüfen (Thema Perfektionismus).

 

Wirkung der Körpersprache

Wie wir uns fühlen, können andere auch wunderbar an unserer Körpersprache ablesen. Wenn wir uns gut fühlen, strahlen wir dies auch durch unsere Körpersprache aus. Wir stehen gerade da, haben Körperspannung und lächeln. Sind wir aufgeregt, kann es vorkommen, dass wir zittern, rote Flecken bekommen oder uns schlecht wird. Das ist nicht bei jedem gleich stark ausgeprägt.

Doch können wir uns auch durch Körperhaltungen in bestimmte Stimmungen versetzen? Die amerikanische Studie von Amy Cuddy fand heraus, dass es bereits reicht, zwei Minuten in einer „Power Pose“ zu stehen oder zu sitzen, um sich selbstbewusster zu fühlen. Damit sind die Haltungen gemeint, die uns größer werden lassen, wie die Arme in die Hüfte stemmen, wie in einer Siegerpose die Arme in die Luft recken und ähnliches.

In der Studie wurde vor und nach der Einnahme einer „Machtposition“ der Hormonspiegel getestet. Nach nur zwei Minuten senkte sich der Cortisolspiegel (Stresshormon) und der Testosteronspiegel (Dominanzhormon) stieg. Was heißt das?  Nach nur zwei Minuten fühlten sich die Tester somit weniger gestresst und selbstbewusster. Das wurde anhand der Bereitschaft, im Spiel zu verlieren, getestet. Somit hilft dies zusätzlich, deine Nervosität zu senken. Mehr dazu hier in dem Video.

Du kannst also durch nur zwei Minuten in einer Power Pose vor deiner Präsentation oder vor deinem Vortrag „runter kommen“. Du wirst ruhiger und wirkst gleichzeitig selbstbewusster. Denn die Prozesse finden nicht nur im Körper statt, sondern sie wirken auch nach außen, also nimmt dich auch dein Publikum als selbstbewusster war. Dass das gelingt, wurde auch in dieser Studie herausgefunden.

 

Zusammengefasst

Klar, bereite dich vor, kenne dein Thema, kenne den Raum und habe einen Plan B, falls du mit Powerpoint arbeiten möchtest. Doch auf deine Körpersprache hast du noch zusätzlich Einfluss, indem du sie bewusst manipulierst. Meine Teilnehmer probieren das auch regelmäßig aus und freuen sich, dass es funktioniert. Interessant ist also zu wissen, dass die Wechselwirkung von Gefühl und Körpersprache in beide Richtungen geht. Probiere es selbst einfach mal aus!

Alles Liebe

Deine Susanne

 

Linkliste: 

gewaltfreie Kommunikation

Training Visualisierung am Flipchart und Co

Artikel 5 Tipps gegen Lampenfieber

Byron Katies vier Fragen

 

Hier kannst du dir den Blogartikel auch anhören:

erfolgreich präsentieren

von Susanne Lorenz | erfolgreich präsentieren

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