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Gewaltfreie Kommunikation Definition

In der gewaltfreien Kommunikation gibt es viele Begriffe, die ich hier mal erklären möchte. Sind Menschen unter sich, die diese Kommunikationsform kennen, sprechen sie unter anderem von Wölfen und Giraffen, von Wolfs- und Giraffensprache.

Gewaltfreie Kommunikation Definition: Warum Wolf und Giraffe?

Im letzten Blogartikel habe ich kurz erwähnt, dass Marshall Rosenberg, der die GFK entwickelt hat, mit diesen beiden Tieren die gewaltvolle und gewaltfreie Sprache verbindet. Das heißt, der Wolf mit seinen spitzen Zähnen ist ein Sinnbild für denjenigen, der mit seiner Sprache zubeißt und den anderen damit verletzt.

Die Giraffe hingegen hat mit ihrem langen Hals einen wunderbaren Überblick über die Situation und kann von oben alles überblicken. Zusätzlich hat sie ein großes, leistungsstarkes Herz. Darum geht es ja in der gewaltfreien Kommunikation (GFK). Wir sprechen auch über Gefühle und Bedürfnisse. So versuchen wir in Kontakt mit uns selbst und ggf. mit unserem Gegenüber zu kommen.

 

Gewaltfreie Kommunikation Definition: Was ist die Wolfssprache?

Was macht die Wolfssprache nun aus? Da gibt es einiges! Etikettierungen (Du bist so!), Schuldzuweisungen, Drohungen und Belohnungen (!), Psychologisierungen, Themenklau („Das kenne ich auch, bei mir ist es noch viel schlimmer…!“). Um nur einiges zu nennen.

Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, was es mit Deinem Gesprächspartner macht, wenn Du über Belohnung oder Bestrafung versuchst, ihn zu etwas zu bringen, was er selbst eigentlich nicht will? Ist es nicht schöner, wenn er Dir aus eigenen Stücken hilft? Weil er es gern macht und verstanden hat, warum es Dir wichtig ist?

Bei der Wolfssprache geht es nicht nur darum, dass wir zu anderen Menschen wölfisch sind.  Oft genug sprechen wir mit uns selbst auch in diesem Ton. Wir richten den Wolf nach innen, suchen die Schuld bei uns und machen uns selbst nieder.

 

Gewaltfreie Kommunikation Definition: Was macht die Giraffensprache aus?

Die gewaltfreie Kommunikation wird auch als Giraffensprache bezeichnet. Da gehen wir die vier Schritte der gewaltfreien Kommunikation für uns und den anderen.

  1. Beobachtung
  2.  Gefühle
  3. Bedürfnisse
  4. Bitte

Die Giraffe sieht Fehler als Chancen, die uns begleiten auf dem Weg der Entwicklung. Die Giraffe hat generell eine positivere Weltsicht. Sie glaubt an die Menschen und ihre gute Absicht, unterscheidet nicht zwischen „richtig“ und „falsch“.

 

Wolf und Giraffe gehören zusammen

Ganz wichtig ist mir dabei, dass es nicht darum geht, immer in der Sprache der GFK zu kommunizieren. Denn auch der Wolf hat seine Funktion und seine Berechtigung. Er symbolisiert zwar das verbale Zubeißen, aber er hat auch eine Schutzfunktion (für uns selbst).

Nicht immer sind wir emotional in der Lage, uns mit unseren Gefühlen und Bedürfnissen auseinander zu setzen. Vielleicht brauchen wir in dem Moment eher den Abstand und wollen nicht in der Giraffensprache mit uns/den anderen kommunizieren.

Es kann also durchaus auch sein, dass Du zwischendurch das Bedürfnis hast, mal wölfisch zu heulen. Gut ist, wenn Du die Wahl hast zwischen den beiden Arten der Kommunikation und gegebenenfalls hinterher klarstellen kannst, was in Dir vorging. Wenn Du das denn möchtest…

Mehr zu den einzelnen Schritten und ihren Besonderheiten erfährst Du in den nächsten Blogartikeln.

 

Hier kannst du dir den Blogartikel auch anhören:

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