Kommunikationstraining-Berlin Byron Katie

The Work Part II

 

Im letzten Blogartikel bin ich bereits auf die vier Fragen von Byron Katie eingegangen, die auch als The Work bekannt sind. In diesem Coaching Berlin Artikel möchte ich die Vorgehensweise noch genauer erklären und Dir weitere Tipps zur Anwendung geben.

 

Das Arbeitsblatt für den Einstieg

Als Einstieg, wenn Du noch Anregung brauchst, was Dich gerade ärgert, gibt es ein Arbeitsblatt, das Du nutzen kannst:

Wer oder was ärgert/enttäuscht Dich/macht Dich traurig? Was hat Dir daran nicht gefallen oder gefällt Dir immer noch nicht?

Wie sollte er/sie/es sich ändern?Was willst Du von ihm/ihr?

Was genau sollte er/sie/es tun oder lassen, sein, denken oder fühlen?

Brauchst Du etwas von ihm/ihr? Was sollte er/sie/es Dir geben oder für Dich tun, damit Du glücklich bist? (Stelle Dir vor, Du hättest Geburtstag und jeder Deiner Wünsche würde erfüllt. Hol Dir, was du brauchst.)

Was denkst Du über ihn/sie/es? (Mache eine Liste.)

Was willst Du mit dieser Person oder Sache oder in dieser Situation nie wieder erleben?

Du darfst hier all Deine Urteile unzensiert aufschreiben und Deinem Ärger/Frust etc. den Raum geben, den Du brauchst. Für den Anfang ist es leichter, wenn Du dies nicht für Dich durchgehst, im Sinne von, was solltest Du anders machen. Beginne erstmal damit, was Dich an anderen (Familie, Freunde, Nachbarn, Kollegen/Situationen oder auch Dinge wie Geld, Süchte oder auch Gott) stört. Nach einiger Übung kannst Du The Work auch auf Dich selbst anwenden.

Hast Du Deine Antworten aufgeschrieben (wichtig!), gehst Du diese im Anschluss Stück für Stück mit den vier Fragen durch, die ich im letzten Artikel erläuterte:

1. „Ist es wahr?“
2. „Kann ich wirklich wissen, dass das wahr ist?“
3. „Wie reagiere ich, wenn ich an dieser Überzeugung festhalte?“
4. „Wer wäre ich, wie ginge es mir ohne diese Überzeugung?“

Bei der dritten Frage ergänzt Byron Katie gern noch zwei weitere Unterfragen:
„Sehe ich einen Grund, diesen Gedanken loszulassen? Und ich bitte mich nicht darum, ihn loszulassen.“
„Sehe ich einen Grund, der nicht nur Schmerz und Leid bringt, an diesem Gedanken festzuhalten?“

 

Arbeit mit Umkehrungen

Anschließend arbeitest Du mit Umkehrungen, auf die ich noch nicht eingegangen bin. Dabei horchst Du nach Innen und versuchst, Deinen Verstand fragen und Dein Inneres antworten zu lassen. Dabei gibt es drei Arten der Umkehrung: auf mich selbst, auf den anderen und auf das Gegenteil.

Das erläutere ich an einem Beispiel: „Fiona sollte mich mehr zu schätzen wissen.“
1. Ich sollte mich mehr zu schätzen wissen
2. Ich sollte Fiona mehr zu schätzen wissen
3. Fiona sollte mich nicht mehr zu schätzen wissen, es sei denn, sie tut es

 

Schau dabei, was ist wahrer für Dich? Dabei kann es durchaus sein, dass es sinnvoll und richtig ist, die Reihenfolge der Fragen zu verändern. Manchmal macht es auch Sinn, direkt mit der Umkehrung zu starten. Auch wenn Du dies tust, stelle Dir bitte trotzdem noch die Fragen, da sie Dir viel Unterstützung bieten, um an Deine Wahrheit zu kommen.

Frage Dich auch, willst Du recht haben oder glücklich sein? Der Ärger sagt uns etwas über uns selbst. Die Wirklichkeit ist oft freundlicher als die Geschichte mit all unseren Interpretationen und Diagnosen, die wir uns darüber erzählen.

Wie bereits im letzten Artikel beschrieben, kannst Du diese Fragen für Dich allein durchgehen. Viele finden es gerade zu Beginn leichter, wenn Sie dabei unterstützt werden. Möchtest Du dies mit einem Coach durchsprechen, kontaktiere mich einfach.

In den nächsten Wochen werde ich noch tiefer in The Work eintauchen. Bis dahin alles Gute und viel Erfolg!